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(Bass) Oktavreinheit ? Brauch ich nicht :-)

Tach zusammen,

ich habe ein kleines Problem bzw. eine kurze Frage bezüglich Einstellung der Oktavreinheit :

mein Bass, das Biest, ist so schrecklich oktavunrein, daß ich mich genötigt sah, da mal was gegen zu tun; jetzt müsste ich eigentlich die schwingende Saite so sehr verlängern, um die Abweichungen nach oben zu kompensieren, daß das Ganze schon rein vom zur Verfügung stehenden Platz nicht funktioniert - was tun ? Ich habe prinzipiell schon die Möglichkeit, die Grundplatte der Brücke in der Höhe zu ändern, könnte das zum Erfolg führen ? Oder muss ich gar den Hals spannen ?

Bin für Tipps dankbar !
Frank

Re: (Bass) Oktavreinheit ? Brauch ich nicht :-)

: Tach zusammen,
:
Tach Allein :-)

Meine Methode zu dem Thema;

1. Hals mit Spannstab absolut gerade richten, mit Stahllineal kontrollieren.

2. Saitenlage, d.h. Abstand zum Griffbrett, am Steg so einstellen das es für einen persönlich bequem ist.

3. Sattel kontrollieren. Wenn die Saite im 3.Bund gedrückt wird, sollte zwischen gegriffener Saite und 1. Bund ein bisschen "Luft" sein.

4. Bei der G-Saite Abstand vom Sattel bis zum 12 Bund messen. Die gleiche Distanz zwischen 12 Bund und Steg einstellen.

5. Mit einem Stimmgerät wird nun der Unterschied zwischen gegriffenem und FlageoletTon im 12 Bund gemessen. Der gegriffene Ton dürfte höher sein, d.h. die Saite muss ein wenig verlängert werden bis beide Töne in der Höhe identisch sind.

6. Mit den anderen Saiten identisch verfahren, allerdings je tiefer und vor allem je dicker die Saite ist desto mehr kompensation braucht sie. Der Unterschied zwischen G-Saite und E-Saite wird bis zu einem Zentimeter betragen.

7. Wenn jetzt irgendwas scheppert, den Halseinstellstab solange Lockern bis es aufhört. Wenn der Hals anschliessend zu stark durchgebogen ist, stimmt sonst irgendwas nicht.

Ich glaube auch nicht, dass du den Steg versetzen musst. Das Zeugs wird ja im Normalfall per Computer gefräst und zusammgesezt, ergo müssten alle anderen Insrument aus der Serie auch fehlerhaft sein. Nimm auf jeden Fall neue Saiten für die Aktion, alte Saiten können von sich aus schon falsch sein.

Gruss Manuel


Re: (Bass) Oktavreinheit ? Brauch ich nicht :-)

Hallo Manuel!

Das war eine der kürzesten und verständlichsten Darstellungen zu diesem Thema, die ich bisher gelesen habe, Respekt!

Was mich aber irritiert, ist die Geschichte mit dem geraden (=flachen) Hals. Bisher kenne ich es so, dass erst die Sattelhöhe eingestellt wird, dann die Halswölbung, dann die Saitenlage und zu guter Letzt die Oktavreinheit.

Gruß

Matthias

Re: (Bass) Oktavreinheit ? Brauch ich nicht :-)

Tach Mathias

: Was mich aber irritiert, ist die Geschichte mit dem geraden (=flachen) Hals. Bisher kenne ich es so, dass erst die Sattelhöhe eingestellt wird, dann die Halswölbung, dann die Saitenlage und zu guter Letzt die Oktavreinheit.
:

Kann sein, ich hab mir allerdings nie so richtig Gedanken drüber gemacht. Für mein Verständnis ist die Halskrümmung ja mehr ein Notwendiges Übel um den Saiten genug Raum zum Ausschwingen zu geben. Wenn nix scheppert und der Klang "voll" ist brauchts ergo keine Krümmung. Daher stell ich die erst ein wenn alles andere erledigt ist. Hab ich, glaub ich, mal in einem Aufsatz von Jackson (der Typ von Jackson und Charvell - heisst der überhaupt so? - auch egal) gelesen. Klang für mich irgendwie logisch. Vielleicht hab ichs aber auch falsch verstanden :-)

Gruss Manuel