Liebe Aussensaiter,
in letzter Zeit popele ich - wie eigentlich immer - an meinem Sound herum, insbesondere daran, wie man am besten aufnimmt.
Klar ist eines: auch bei mir wird es jetzt endlich Zeit, dass Axel fix kommt. Andi-Os Plexi-Sound zum 96er fand ich wirklich schon extrem beeindruckend: präsent, variantenreich, klar, aber eben auch mit ein bisschen Dreck unter den Fingernägeln. Super - und beneidenswert.
Wenn ich das höre und dann selber anfange herumzudrehen, wird zumindest schnell deutlich, dass ich bald einen verkaufsoffenen Sonntag mache, an dem verschiedene Geräte gehen können, insbesondere ein POD und ein Demonizer, wahrscheinlich auch ein Carvin-Topteil. (Da der Erlös hieraus aber nicht für Freund Axel reichen wird, muss ich noch ein paar Monate sparen. Ab Oktober dann Terrarium.)
Nach langem Hin und Her mit meinen bescheidenen Mitteln habe ich mich für den 96er Jam dann für die ganz traditionelle Variante entschieden:
Paula => Orange Rockerverb => Mikro => Mischpult.
Man merkt der Aufnahme an, dass ich großen Spaß am Sustain hatte, dabei ist meine Tokai Paula ja nur das Schmalspurmodell LS 50, aufgewertet allerdings durch Staufer Pickups.
Ich habe viel an den Volume-Potis der Klampfe herumgedreht, wie ihr sofort feststellen werdet. Zwischendurch habe ich auch mal saftig danbengelangt, aber: "Was ist schon ein Halbton unter Freunden?"
Noch ein Wort zum Backing: Lieber Rainer, das ist wirklich ein klasse Track geworden, mit vielen kleinen Details, die mir im Laufe der Aufnahme erst so richtig lieb geworden sind. Das Folgende ist darum nicht als Kritik, sondern eher als Anregung gemeint:
1. Fünf Minuten sind schon ein bisschen heftig, finde ich. Mir zumindest geht ungefähr nach dreien die Luft aus.
2. Der Track ist deutlich gelimited. Das klingt zwar super und stört auch nicht weiter, wenn man ein gutes Erquickment zum Aufnehmen hat. Wer aber noch nicht so mäusemäßig ausgerüstet ist, wird möglicherweise Schwierigkeiten damit haben, seine Gitarrenspur anständig zu plazieren.
Zum Abschluss noch einen Fisch ins Volk:
Paulas sind Posergitarren, Strats sind Machergitarren.
Viel Spaß beim Anhören von
Euer Michael