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(Amps) Booster am Röhrenamp

Hallo,

mich quält da derzeit eine Frage, die mir vielleicht jemand beantworten kann. Und zwar:

Wie stark kann ich den Eingang eines Röhrenamps (bevorzugt Fender-Amps; 59' Bassman; Vibrolux) boosten um die Vorstufe zu übersteuern. Früher habe ich immer einen TS9 o.ä. verwendet; - der Boostfaktor ist hierbei ja rel. moderat. Jetzt habe ich das gleiche mit einem LPB-1 oder einem OKKO Diablo probiert, die wesentlich mehr boostreserven haben. Zudem kann man ja beim Diablo noch zusätzlich mit dem Gainregler etwas Schmutz zum Sound beifügen. Und dann noch den TS9 davor und der Sound wird richtig lebendig. Der Level-Regler des Diablo steht dann so etwa bei 2 Uhr, was schon deutlich lauter ist, als wenn man mit der Strat pur in den Amp spielt.

Nun die eigentliche Frage: Kann hierbei am Amp etwas kaputtgehen. Ich weiss noch, dass ich die beiden original 10er Fender Alnicos des Vibrolux vor Jahren einmal durchgeblasen habe. Die Herren in Worms meinten ich hätte wohl zu viel Gain und Lautstärke in den Amp geschickt; - vielleicht gab es irgendwo auch eine unkontrollierte Verzerrung, und schwups waren die Speaker durch. Inzwischen sind zwei stärkere Jensen-Alnicos im Amp. Allerdings hat der Bassman immer noch die 4 blauen Fender Alnicos drinnen, um die ich jetzt etwas Angst habe.

Mein Tweed Deluxe-Clone kommt mit zu viel Boost allerdings nicht so gut klar. Vielleicht liegt es aber an der 12AX7 in V1, die ich mal durch ein 12AY7 ersetzen sollte!

Ich hoffe auf eine Belehrung!

Viele Grüße

nysy

Re: (Amps) Booster am Röhrenamp

Mojn Nysy,

Wie stark kann ich den Eingang eines Röhrenamps (bevorzugt Fender-Amps; 59' Bassman; Vibrolux) boosten um die Vorstufe zu übersteuern. (...)
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: Nun die eigentliche Frage: Kann hierbei am Amp etwas kaputtgehen. Ich weiss noch, dass ich die beiden original 10er Fender Alnicos des Vibrolux vor Jahren einmal durchgeblasen habe. Die Herren in Worms meinten ich hätte wohl zu viel Gain und Lautstärke in den Amp geschickt; - vielleicht gab es irgendwo auch eine unkontrollierte Verzerrung, und schwups waren die Speaker durch. Inzwischen sind zwei stärkere Jensen-Alnicos im Amp. Allerdings hat der Bassman immer noch die 4 blauen Fender Alnicos drinnen, um die ich jetzt etwas Angst habe.

Mein Tweed Deluxe-Clone kommt mit zu viel Boost allerdings nicht so gut klar. Vielleicht liegt es aber an der 12AX7 in V1, die ich mal durch ein 12AY7 ersetzen sollte!


Du kannst die Vostufe boosten, bis sie zumacht. Das hörst Du dann schon, sie 'verschluckt' sich, das Signal bricht ab, um dann wiederzukommen. Aber schon weit vorher klingt's Scheiße.
Die Speaker von dem Vibrolux hat's durchgehauen, weil sie wohl für gepflegten Normalbetrieb ausgelegt waren und nicht für die Verstärkunsgsleistung, die ein Amp über die offiziellen Angeben noch hinaus entwickeln kann, wenn die Endstufe zerrt. Wenn Dein jetziger Lautsprecher entsprechen dimensioniert ist, kann eigentlich nichts kaputt gehen. Wenn Du Angst hast, dass doch, schalt einen Lastwiderstand parallel.
"Unkontrollierte" Verzerrungen, die einen Speaker killen, sind Rechtecksignale, die übersteuert Transen produzieren. Die fallen aber wg. des Ausgangstrafos am Röhrenamp nicht an. Also, don't try that with Transen!
Allerdings sind die Fender Tweed-Klassiker nicht unbedingt die Amps, die als verzerrungmonster designt waren.

ne schöne Jrooß, Mathias

Re: (Amps) Booster am Röhrenamp

Servus,

das der Tweed Deluxe zumacht liegt am Ausgangsübertrager, der steht dann nämlich voll in der Sättigung und bringt einfach nicht mehr durch. Die V1 durch eine AY7/ECC81 zu ersetzen ist ne gute idee, ich finde sogar das die einfach da rein gehört, 2x AX7 ist zuviel in dem Amp. Wenn Du soviel boostest würde ich es mal andersrum probieren und eine 12AY7 in V2 setzen, dann wird die Endstufe nicht ganz so hart angefahren => zerrt zwar aber komprimiert nicht so stark. Letzter Ausweg wär den OT zu wechseln (gegen einen BF Dlx Trafo) aber dann getht ein Teil des Tweed Charakters flöten...

Gruß
Stefan

Re: (Amps) Booster am Röhrenamp

Hallo,

Danke für Eure Antworten.

Bzgl. Boost am Eingang bin ich dann erst mal beruhigt. Ich finde, vor allem der Vibrolux verträgt hier jede Menge! Beim Bassman muss ich mal noch probieren, vor allem mit Les Paul anstelle von Strat!

Beim Deluxe bin ich eh noch am probieren. Mit dem derzeitigen Setting (2x 12AX7) funktioniert fast nur TS9 oder LPB-1 sonst ist dem Zwerg fast alles zu viel. Ich hoffe, AY7 ist die Lösung!

Gruss

nysy

Re: (Amps) Booster am Röhrenamp

Komisch ist halt wirklich, dass W*b*r den Amp immer mit 2x 12AX7 ausliefert. Vielleicht ist das so günstiger und als kompromisslose Grundausstattung gedacht.

Na ja, ich werde mich dann wohl mal mit ner 12AY7 eindecken und evtl. gleich noch die CopperCap durch einen Röhrengleichrichter ersetzen.

Gruss

nysy

Re: (Amps) Booster am Röhrenamp

Hi,

ich denke das ist einfach so weil die 12AX7 halt die billigste Röhre ist und viele Leute die Tweedamps nicht anders kennen. In den Bassman gehören ja eigentlich auch nur 12AY7 rein aber jeder hat 12AX7 drinnen. :)
Pass bei der 5Y3 auf das Du [b[]keine[/b] SovTek erwischst, die ist direkt geheizt und pumpt eine deutlich zu hohe Spannung raus. Besser nach NOS suchen, Philips, Mazda, Valvo oder dergl..

Gruß
Stefan

Re: (Amps) Booster am Röhrenamp

Danke Stefan,

ich wollte beim TAD vorbeischauen; ist nicht allzuweit von mir weg; - ich weiss es gibt billigere!

Dort sind die TAD-eigene sowie die 5Y3GT Sov/Russia im Programm; - ich habe derzeit die Heizung am Sockel nicht angeschlossen, da ich den CopperCap drin hab. Ich muss doch vorher die Heizung an Pin 2 und 8 anschließen, sonst heizt die Röhre doch nicht, oder?

Was passiert eigentlich wenn ich eine 12AT7/ECC81 oder eine 12AU7/Ecc82 reintue; - klingt das überhaupt noch?

Den Bassman habe ich von TT (Dirk) bestücken lassen. Ich glaube er hat in V1 eine JJ mit rel. wenig Gain eingesetzt und KT66 in der Endstufe; - gefällt mir eigentlich recht gut!

gruß

Stephan