Hallo zusammen!
Für uns alle, die wir hier im Netz unterwegs sind und uns für Musikinstrumente interessieren, eine kleine Geschichte.
Vor einiger Zeit habe ich die Seite http://www.musikoechsner.de/ gefunden. Ich habe sie jetzt bewusst nicht verlinkt, damit Ihr da nicht hinsurft, bevor Ihr zu Ende gelesen habt.
Jedenfalls bestellte ich dort eine Gitarre. Oechsner akzeptiert Paypal (kann ich nicht) und Vorkasse. Also überwies ich. Ein paar Tage später stellte sich heraus, dass ich diese Gitarre doch nicht bei Oechsner kaufen wollte, ich stornierte die Bestellung via Mail und bat um Rücküberweisung. Die Gitarre kam auch nicht. Die Rücküberweisung auch nicht.
Auf mehrere Mails reagierte Oechsner nicht, an das Telefon geht niemand, ein Anwaltsschreiben wurde auch ignoriert. Jetzt kommt der Mahnbescheid und anschließend wird vollstreckt. Ich werde weiter berichten.
Gruß
Matthias
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- (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner - gestartet von Matthias 29. Juni 2006 um 18:11h
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
Bernd
am 3. Juli 2006 um 20:15
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
ol55
am 30. Juni 2006 um 08:17
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
röhre
am 30. Juni 2006 um 18:14
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
erniecaster
am 30. Juni 2006 um 19:23
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
Dan
am 30. Juni 2006 um 22:58
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
muelrich
am 1. Juli 2006 um 11:02
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
muelrich
am 1. Juli 2006 um 11:02
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
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Dan
am 30. Juni 2006 um 22:58
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
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erniecaster
am 30. Juni 2006 um 19:23
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
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röhre
am 30. Juni 2006 um 18:14
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
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Diet
am 29. Juni 2006 um 21:30
- Re: (Sonstiges) Erfahrungen im Online-Kauf - Musikhaus Oechsner
- von
Bernd
am 3. Juli 2006 um 20:15
Hi Matthias,
son Mist!
Ich wünsch Dir, dass die Chose gut ausgeht für Dich.
Gruß Diet
son Mist!
Ich wünsch Dir, dass die Chose gut ausgeht für Dich.
Gruß Diet
Hallo Matthias
also das mit dem Oechsner sieht nicht so gut aus.
Der Musikladen ist im März aus der Nürnberger Innenstadt
an die Stadtgrenze nach Nürnberg/Fürth gezogen.
Dort hat er den ganzen Krempel in einer Art Lagerhalle
aufgebaut.
Gestern war ein Kollege von mir dort um Saiten zu kaufen und
sagte mir da ist alles leergeräumt.
Der Laden war die letzten Jahre immer mehr heruntergekommen.
Auf seiner Homepage wird mit Räumungsverkauf wegen Umzug geworben.
Ich glaube der ist pleite.
Ich drücke dir die Daumen, dass du dein Geld wieder bekommst.
Gruß vom
Bernhard aus Nürnberg
also das mit dem Oechsner sieht nicht so gut aus.
Der Musikladen ist im März aus der Nürnberger Innenstadt
an die Stadtgrenze nach Nürnberg/Fürth gezogen.
Dort hat er den ganzen Krempel in einer Art Lagerhalle
aufgebaut.
Gestern war ein Kollege von mir dort um Saiten zu kaufen und
sagte mir da ist alles leergeräumt.
Der Laden war die letzten Jahre immer mehr heruntergekommen.
Auf seiner Homepage wird mit Räumungsverkauf wegen Umzug geworben.
Ich glaube der ist pleite.
Ich drücke dir die Daumen, dass du dein Geld wieder bekommst.
Gruß vom
Bernhard aus Nürnberg
Oje, das sieht bös' aus! Ich war selber Arbeitnehmer in einem nunmehr pleite gegangenen Betrieb. Und das läuft dann so: Der Betrieb oder die ihm gehörenden Vermögensgegenstände werden soweit wie möglich zu Geld gemacht, und dann werden die sog. Sicherungsgläubiger bezahlt, und zwar im Verhältnis ihrer Forderungen. Werden die Forderungen also nur zu 90 % gedeckt, dann werden alle Forderungen um 10 % gekürzt.
Bleibt dagegen noch etwas übrig, wird dies nach demselben Prinzip an die Massegläubiger verteilt. Müssen deren Forderungen gekürzt werden, so spricht man von Masseunzulänglichkeit, also auch dann, wenn die Massegläubiger gar nicht mehr bezahlt werden können.
Wenn jetzt immer noch etwas übrig bleibt, kommen zu guter Letzt die Insolvenzgläubiger an die Reihe. Das ganze Verfahren kann sich über ein Jahr und länger hinziehen. Und mitunter werden die Gläubiger auch vom Insolvenzverwalter hingehalten, da wird bestritten und bestritten und bestritten. In meinem Fall war das so, dass zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung etliche Zeitungsartikel über die neuesten Gesetzesversionen - Insolvenzordnung, Bundesurlaubsgesetz und so weiter - erschienen waren. Habe auch alle Forderungen unter Angabe der entsprechenden Rechtsgrundlage angemeldet. Aber alles, was nicht zum absolut selbstverständlichen gehörte, wurde bestritten - natürlich ohne aufschlussreiche Begründung.
Möglicherweise geht es aber auch viel glimpflicher aus, denn in der Insolvenzphase ist die Auftragsannahme für das betroffene Unternehmen viel strenger reglementiert. Und außerdem hast Du ja der Firma erst in dieser späten Phase Geld gegeben, ohne dass ein Kreditvertrag o. ä. zugrunde lag. Damit würdest Du mit den Sicherungsgläubigern gleichauf liegen. Die strengere Regulierung von Auftrags- und Bestellwesen beinhaltet auch, dass eine Firma, die in der Insolvenzphase den Betrieb aufrecht erhält, neu auftretende Forderungen voll und ganz befriedigt und nur aus dem erwirtschafteten Rohgewinn einen Teil der alten Schulden, falls sie dazu in der Lage ist, begleicht. Dies setzt voraus, dass nur in dem Umfang eingekauft wird, in dem Geld reinkommt und dass umgekehrt nur in dem Umfang Aufträge oder gar Geld von Auftraggebern entgegengenommen werden/wird, in dem Ware geliefert werden kann. Wenn die Firma das Geld einfach behält, um es nach Gutdünken zu verteilen bzw. sich über Wasser zu halten, könnte dies sogar ein Insolvenzdelikt darstellen.
Falls diese Argumentation rechtlich keinen Bestand hat, sieht es übel aus. Eine grobe Daumenregel für solche Fälle lautet: Ein Jahr warten und 90 % des verausgabten Geldes abschreiben. Natürlich wünsche ich Dir das Gegenteil!
Alles Gute
Röhre
Bleibt dagegen noch etwas übrig, wird dies nach demselben Prinzip an die Massegläubiger verteilt. Müssen deren Forderungen gekürzt werden, so spricht man von Masseunzulänglichkeit, also auch dann, wenn die Massegläubiger gar nicht mehr bezahlt werden können.
Wenn jetzt immer noch etwas übrig bleibt, kommen zu guter Letzt die Insolvenzgläubiger an die Reihe. Das ganze Verfahren kann sich über ein Jahr und länger hinziehen. Und mitunter werden die Gläubiger auch vom Insolvenzverwalter hingehalten, da wird bestritten und bestritten und bestritten. In meinem Fall war das so, dass zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung etliche Zeitungsartikel über die neuesten Gesetzesversionen - Insolvenzordnung, Bundesurlaubsgesetz und so weiter - erschienen waren. Habe auch alle Forderungen unter Angabe der entsprechenden Rechtsgrundlage angemeldet. Aber alles, was nicht zum absolut selbstverständlichen gehörte, wurde bestritten - natürlich ohne aufschlussreiche Begründung.
Möglicherweise geht es aber auch viel glimpflicher aus, denn in der Insolvenzphase ist die Auftragsannahme für das betroffene Unternehmen viel strenger reglementiert. Und außerdem hast Du ja der Firma erst in dieser späten Phase Geld gegeben, ohne dass ein Kreditvertrag o. ä. zugrunde lag. Damit würdest Du mit den Sicherungsgläubigern gleichauf liegen. Die strengere Regulierung von Auftrags- und Bestellwesen beinhaltet auch, dass eine Firma, die in der Insolvenzphase den Betrieb aufrecht erhält, neu auftretende Forderungen voll und ganz befriedigt und nur aus dem erwirtschafteten Rohgewinn einen Teil der alten Schulden, falls sie dazu in der Lage ist, begleicht. Dies setzt voraus, dass nur in dem Umfang eingekauft wird, in dem Geld reinkommt und dass umgekehrt nur in dem Umfang Aufträge oder gar Geld von Auftraggebern entgegengenommen werden/wird, in dem Ware geliefert werden kann. Wenn die Firma das Geld einfach behält, um es nach Gutdünken zu verteilen bzw. sich über Wasser zu halten, könnte dies sogar ein Insolvenzdelikt darstellen.
Falls diese Argumentation rechtlich keinen Bestand hat, sieht es übel aus. Eine grobe Daumenregel für solche Fälle lautet: Ein Jahr warten und 90 % des verausgabten Geldes abschreiben. Natürlich wünsche ich Dir das Gegenteil!
Alles Gute
Röhre
Hallo!
Was Du jetzt nicht wissen kannst: Ich arbeite in einem Inkasso-Unternehmen. Ich weiß, was zu tun ist.
;-)
Gruß
erniecaster
Was Du jetzt nicht wissen kannst: Ich arbeite in einem Inkasso-Unternehmen. Ich weiß, was zu tun ist.
;-)
Gruß
erniecaster
Hi
erledigst Du das "im Armumdrehen"?
:-)
erledigst Du das "im Armumdrehen"?
:-)
...
erledigst Du das "im Armumdrehen"?
Na klar, der hat zwei Kollegen, die heißen Igorrrr und Borrrris, sind der deutsch Sprack nickt mächtisch, sind 2,11 m groß, wiegen 140 kg und haben eine Erfolgskwuote von 100%
scnr @ Matthias
Das hat jetzt höchstens was mit Galgenhumor zu tun und ist nicht bös gemeint, schon gar nicht mit Schadenfreude....
Ich hatte auch mal so ein Problem mit Geld-zurück-haben-wollen und da habe ich mir diese zwei Kollegen wirklich herbeigewünscht....
Ist manchmal schon komisch, dieses "dem würd ich am liebsten die Fresse polieren" - Gefühl....;-)
Alles Gute beim Geld zurück beschaffen
Uli
erledigst Du das "im Armumdrehen"?
Na klar, der hat zwei Kollegen, die heißen Igorrrr und Borrrris, sind der deutsch Sprack nickt mächtisch, sind 2,11 m groß, wiegen 140 kg und haben eine Erfolgskwuote von 100%
scnr @ Matthias
Das hat jetzt höchstens was mit Galgenhumor zu tun und ist nicht bös gemeint, schon gar nicht mit Schadenfreude....
Ich hatte auch mal so ein Problem mit Geld-zurück-haben-wollen und da habe ich mir diese zwei Kollegen wirklich herbeigewünscht....
Ist manchmal schon komisch, dieses "dem würd ich am liebsten die Fresse polieren" - Gefühl....;-)
Alles Gute beim Geld zurück beschaffen
Uli
Hallo Matthias,
das hört sich nicht gut an. Auch ich hatte schon mal als Geschädigter mit einer Insolvenz zu tun. Man kann da nicht viel erwarten. Ich hoffe das war keine allzu eure Gitarre.
Die Sache mit der Vorauskasse ist meiner Ansicht nach immer eine heiße Kiste. Die großen Versender wie Thomann verlangen es nicht. Meistens sind es kleiner Firmen oder Privatverkäufer, die den Kaufpreis vorab wollen; da ist die Chance keine Ware für sein Geld zu bekommen naturgemäß höher.
Grüße
Bernd
das hört sich nicht gut an. Auch ich hatte schon mal als Geschädigter mit einer Insolvenz zu tun. Man kann da nicht viel erwarten. Ich hoffe das war keine allzu eure Gitarre.
Die Sache mit der Vorauskasse ist meiner Ansicht nach immer eine heiße Kiste. Die großen Versender wie Thomann verlangen es nicht. Meistens sind es kleiner Firmen oder Privatverkäufer, die den Kaufpreis vorab wollen; da ist die Chance keine Ware für sein Geld zu bekommen naturgemäß höher.
Grüße
Bernd