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Fender Twin Amp vs. Fender Twin Reverb

Kennt jemand die beiden Fender Vollröhren-Verstärker
Twin Amp Professional Tube und '65 Twin Reverb Reissue im Vergleich?

Möchte mir einen von beiden zulegen.
Da ich den Amp in erster Linie für Country-Sounds a la Brent Mason verwenden möchte ist für mich der Clean-Sound maßgeblich.

Klingen die beiden clean gleich oder gibt es da Unterschiede?
Wenn ja welche und wie groß?

Den Twin Amp könnte ich momentan für 800 EUR gebraucht bekommen.
Ein neuer Twin Reverb kostet ja immmerhin doch ca. 1200 EUR.

Was tun?

Herzlichen Dank im voraus für Eure Tipps
Hans

Re: Fender Twin Amp vs. Fender Twin Reverb

hallo hans!

"was tun?"

mh, am besten natürlich antesten ob sie dir im clean-sound beide gut gefallen...


ich kenn´die beiden amps nicht persönlich, aber ich hab/hatte ´ne ganze reihe anderer "klassischer" fender-combos und denke mit dem twin reverb kannst du für einen cleanen sound nix verkehrt machen.
der twin reverb ist ja eh bekannt als "king of clean", während der pro tube twin halt auf vielseitigkeit ausgelegt ist.

den twin reverb findest du gebraucht auch um die 800,-.
ich denke, daß ein alter twin reverb (silverface, bj. ´68 bis ´76) evtl. sogar eine erschwinglichere alternative darstellt!

cheers - 68.


Re: Fender Twin Amp vs. Fender Twin Reverb

Moin,

ich hab den Pro Reverb seit ca. drei Jahren und bin zufrieden damit, wenngleich auch etliche Macken dabei waren, es rappelte halt mal hie und da, Vorstufenröhren sind anfällig, ...

Im Prinzip bin ich aber mit dem Ton zufrieden. Wenn Du allerdings nur Clean willst, ist der Amp wahrscheinlich zu überfrachtet mit Features, die Du nicht brauchst, aber mit bezahlen musst. Reverb und Tremolo sind brauchbar, ich hab den Halltreiber aber durch eine zahmere Variante ersetzt, die originale ließ sich nur bis 2 regeln, dann war unendlich ...

Der Clean-Kanal bleibt je nach Vorstufen-Röhren recht lange clean (bis max. 7/10 würd ich mal sagen), was dann schon recht laut ist. Kappt man die Leistung per Wahlschalter auf 1/4 gehts mit der Zerre wesentlich früher bei moderateren Lautstärken los.

Ansonsten hat das Ding wie gesagt viele Features, die Du evtl. nicht brauchst: Einen Zerrkanal von mild bis wild, bei dem Du mit Humbuckers richtigen Heavy-Krempel machen kannst, regelbaren Effekt-Loop, usw. - mit 34 kg ist das Biest auch ziemlich schwer.

Ich würde Dir eher zum alten Twin raten, da der Pro Tube auch nicht mehr gebaut wird.

Grüße
Steffen

Re: Fender Twin Amp vs. Fender Twin Reverb

Hallo Hans,

ich stimme ein in den Chor mit Striker: der Pro Tube Twin Amp ist vollgestopft mit Features, die Du möglicherweise nicht (oder doch?) brauchst.

Es ist schon ne Weile her, daß ich beide Amps intensiv getestet hab. Was mit von damals in Erinnerung geblieben ist: die Cleansounds waren jedenfalls nicht identisch.
Gehörte Unterschiede mit Worten beschreiben ist aber nicht leicht. Am ehesten würde ich sagen, hatte der Pro Tube Twin Amp ein dunkleres Timbre, mehr Growl und den schöneren Tremolosound, während der Twin Reverb RI die Glitzer-Wertung gewann. Dabei hat der Pro Tube Twin Amp schon ausreichend fenderige Höhen - aber der Twin Reverb RI glitzert eben die paar Cent schöner und intensiver .....

Der Twin Reverb RI ist ausserdem leichter (sofern man im Zusammenhang mit Twin überhaupt von leicht sprechen kann ....)

LG,
Wolfgang

Re: Fender Twin Amp vs. Fender Twin Reverb

Hallo, Banjogit!

Brent Mason ist auch einer meiner Favorite Players.

Ich denke, Du solltest Dich nicht zu sehr auf Fender festlegen (typisches Nischendenken im Country), obwohl Brent einen Fender Deluxe Reverb mit auf eine einsame Insel (aber bitte mit Stromversorgung) nehmen würde. Er besitzt ungefähr 10 Amps, darunter sind glaube ich nur zwei Fender-Amps.

Es gibt einige Country-Fastlick-Players, die sich aufgrund spezifischen Kompressionsverhaltens >> für alte Gibson oder Vox A-Class-Amps entschieden haben, weil die den typischen Sound der Tele besser herausstellten, aber das ist ja deren Geschmacksache. Manchmal würde man sich auch den Biss eines Marschall JCM 800 für ein Lick wünschen.

Keep it country,
Joachim