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Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

Liebe Gemeinde!

Ich hätt da gerne mal ein Problem.

Als stolzer Besitzer einer kleinen Framus Archtop möchte ich eben diese elektrisch abnehmen. Wichtig dabei: Das ganze Elektrogeraffel soll mit wenigen Handgriffen demontierbar und vielleicht sogar auf einer anderen Archtop verwendbar sein.

Mein Gedanke ist dabei, einen floating Pickup aus dem Hause Häussel mit "Ohr" zur Montage am (anzufertigenden) Schlagbrett zu benutzen. Auf dieses Schlagbrett kommt selbstvernatürlich das Volumenpoti.

Mal angenommen, an dieses Schlagbrett wird auch die Klinkenbuchse montiert, dann wäre das gesamte Geraffel "en bloc" mit ein paar Schrauben fixier- und demontierbar.

Ja aber - geht das überhaupt? Wird das nicht gar fürchterlich brummen, da ja jetzt keine Verbindung mit Saiten/Gitarrero/Erde da ist?

Gruß

Matthias

Re: Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

Mojn Matthias,

zuerst würde ich mich mal bei Häusel erkundigen, ob sein floating-PU nicht schon mit dieser Möglichkeit rechnet und bereits ensprechend abgeschirmt ist, was ich für sehr wahrscheinlich halte. Sonst muss mit Klingeldraht eine abfummelbare Massverbindung zum Tailpiece oder Gitarristen hergestellt werden. Sieht nicht schön aus, aber es gibt schlimmeres.

Schöne Grüße, Mathias


Re: Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

Hallo,

brummen wird es nicht, aber eher so eine Art Surren.
Der härteste Test sind Dimmer. Ich spiele regelmäßig in einer Kneipe, und dort gibt es ca 15 Dimmer, die natürlich alle auf ca 50% stehen. Wenn du dann noch das Volumepoti an der Gitarre zurückdrehst und keine Saitenerdung hast, hast du echt verloren - ein fürchterliches Surren.

Ich habe zu diesem Zweck immer eine dünne kurze Litze mit zwei kleinen Krokodilklemmen dabei (gibts im Elektronikladen als 10er Satz für ein paar Euro)- eine Klemme irgendwo an die Elektrik (Stecker, Poti...) und die andere irgendwie an eine Saite oder das Tailpiece.

Gruß
Der Nominator

Re: Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

:
: Mein Gedanke ist dabei, einen floating Pickup aus dem Hause Häussel mit "Ohr" zur Montage am (anzufertigenden) Schlagbrett zu benutzen. Auf dieses Schlagbrett kommt selbstvernatürlich das Volumenpoti.
:


Hi Matthias!

Gibt/Gab es nicht floating TA's, welche mittels Klemmen am Hals direkt befestigt wurden? Ich denke da jetzt an alte Rellog TA's, die es bei Höfner z.B. auch serienmäßisch gab. Oder meinst du jetzt dasselbe?
Wenn nicht würde ich mir das Schlagbrett sparen, andererseits kann man darunter latürnich allerlei Kabel verstecken...

Mach's gut und viel Erfolg!

Re: Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

Hi,

apropos Relog. Ich habe auf dem Flohmarkt eine uralte 8 saitige Hawaii Gitarre gekauft (100DM), die hat eine Relog Gitona PU drin, der ist sowas von geil, ich habe es kaum glauben können. Das Teil an meinem Boogie MKIII Combo angeschlossen und ab geht die Lucy.

Gruß
Der Nominator

PS: das Teil ist wirklich uralt: hinten im "Elektronikfach" gefanden sich handgeschriebene Zettel mit Fußballergebnisse von 1947/48....

Re: Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

Tach Matthias

Ich bin bei meiner Ost-Jazz-Kiste den anderen Weg gegangen. ganz dezent einen Attilla Zoller - ohne üble Beschriftung weil weggemacht - drangeschraubt, kein Volumenpoti und direkt über die Endpinklinke raus. Volumen mach ich mit den fingern oder mittels Pedal und wenn ich Lust habe kann ich auch mal einen Vorverstärker dran hängen und lang Kabel fahren. Bei diesen Temperaturen habe ich eigentlich immer Lust.

Der PU ganz in schwarz fällt nicht weiter auf und stört auch nicht beim Handling, ist dafür aber gut und sicher befestigt und ergo ausgerichtet, von wegen Saitenabstand und so.

Dieses An- und Abschrauben nervt schnell und irgendwann lässt mans sein - also vielleicht lieber gleich richtig.

Gruss Manuel

Re: Tonabnehmer und Saitenerdung und Jatzgitarren

Hallo Matthias,


: Ich hätt da gerne mal ein Problem.

Sollst Du haben...


:
: Mein Gedanke ist dabei, einen floating Pickup aus dem Hause Häussel mit "Ohr" zur Montage am (anzufertigenden) Schlagbrett zu benutzen. Auf dieses Schlagbrett kommt selbstvernatürlich das Volumenpoti.

Tja, da haben wir schon das erste:
Einen Brumm.
Wenn Du das ganze ohne Stegerde machen willlst, dann bleibt Dir nur einen abgeschirmten PU mit einen abgeschirmten Kabel direkt an eine abgeschirmte (z.B. metallene) Klinkenbuchse zu löten. Da findet sich aber imho nur eine Kabelklinkenbuchse, also nix zum einbauen.
Die müsstest Du dann irgendwie an dein Hackbrett dranpraktizieren; sobald Du allerdings ein ungeschirmtes Poti einlöten willst, ist die Abschirmung dahin.
Da bleibt nur Stegerdung.

:
: Mal angenommen, an dieses Schlagbrett wird auch die Klinkenbuchse montiert, dann wäre das gesamte Geraffel "en bloc" mit ein paar Schrauben fixier- und demontierbar.

Im Prinzip schon, aber.
So richtig schön ist das nicht, wenn Du einmal kräftig am Kabel ziehst (z.B. drauftrittst) zieht Dir diese ganze Konstruktion mit einem bannig langen Hebel an ein paar kleinen Holzschrauben.
Ausserdem neigen Schrauben im Holz bei häufiger Benutzung auch gerne zum ausleiern.
Ich persönlich halte da also nicht übermäßig viel von...

Gruß,
Woody

Fortsetzung!

Hallo zusammen!

Erstmal vielen Dank für die Antworten zwischendurch.

Harry Häussel meldete sich dann auch prompt und meinte, mein Plan könnte funktionieren. Alternativ könnte man aus dem Pickup ein Kabel unter dem Schlagbrett hinein in einen Ministecker laufen lassen, der dann wiederum in eine Minibuchse in der Gitarre gesteckt und somit auch heraus gezogen werden könnte.

Allerdings ist wirklich fraglich, ob es tatsächlich nötig ist, dass der Pickup ständig ein- oder ausgebaut werden kann...

Gruß

Matthias