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(Technik) Intonation Strat

Erstmal Hallo hier bei Euch Ausensaitern!

Ich habe ein größeres Problem mit meiner Strat..eigentlich ist es ein Anfängerproblem.

Die Intontion der Axt ist total hinüber (teilweise fast ein halber Halbton zu tief). Scheinbar bin ich zu blöd diese wieder richtig einzustellen.

Ich muss doch hinten am Steg mit nem Schraubenzieher die Saitenlänge entweder vergrößen oder verkleinern, nachstimmen und dann gucken ob der Ton im 12. Bund ne reine Oktave ist. So weit so gut..nur kann ich drehen, in Richtung und Länge so viel ich will, der tonale Abstand der "Oktaven" ändern sich nicht. Bei keiner Saite.

Mach ich was total verkehrt oder ist die Klampfe im Arsch?


Re: (Technik) Intonation Strat

Moin!

Ich denke, bei so einem Problem, wirst Du Dich vor Antworten kaum retten können :-)

Ein Halbton ist mächtig viel... das klingt ja fast, als ob der Steg zu weit hinten in Richtung Korpusende montiert ist. So krumm kann kein Hals sein, oder?

Wenn zu tief, dann muss Du die schwingende Saitenstrecke zwischen Steg (bzw. 12. Bund) und Sattel verkleinern, also die Schrauben aus den Saitenreiter "herausdrehen", so dass sich die Auflagepunkte der Saiten auf den Reitern in Richtung Hals bewegen. Wenn zu hoch, dann tiefer hineindrehen.

Was ist denn das für ein Teil, welche Marke ist die Gitarre?

Ein anderer Ansatz, wenn das Problem an der tiefen E-Saite am größten ist: hast Du mal an Stratitis gedacht? Die tritt dann auf, wenn die Pickups zu nah an den Saiten sind. Das Magnetfeld der Tonabnehmer greift dann in zu stark in die Schwingung der Saiten ein.

Grüße Thomas


Re: (Technik) Intonation Strat

Die Tonabnehmer komplett runter schrauben.

Alle Saitenreiter bei entspannten Saiten übermässig weit Richtung Steg schrauben (vom Sattel weg)

Gitarre ungefähr richtig stimmen ohne auf Oktavreinheit zu achten. Das Floating Vibrato so einstellen (Höhe), dass es passt.

Die Gitarre ist jetzt so eingestellt dass es "passt"

Den Abstand Sattel bis 12 Bund auf der hohen E-Saite messen.

Den Saitenreiter der Hohen E-Saite genau in den gleichen Abstand zum 12'ten Bund bringen, anschliessend die Saite nachstimmen.

Oktavreinheit der hohen E-Saite überprüfen. Korrekturen sollten höchsten im engsten Rahmen erfolgen.

Jede weitere, tiefere, Saite wird gleich behandelt. Die Längenkompensation bedingt dass sie jeweils rund 2 mm länger wird, ähnlich einer Treppe.

Der Sprung zur ersten umwickelten Saite ist die Ausnahme, sie ist ein bisschen kürzer als die letzte blanke Saite.

Erst ganz zum Schluss die Tonabnehmer wieder raufschrauben, sie könnten sonst das Schwingverhalten der Saiten beinflussen und das Resultat verfälschen und sollten es natürlich auch in der finalen Position nicht tun.

Wenn irgendeiner dieser Schritte nicht zum Erfolg führt, ist was defekt und das Gerät gehört zum Fachmann.

Hoffentlich nichts vergessen.

Viel Spass und liebe Grüsse, Manuel


Re: (Technik) Intonation Strat

Schonmal Danke für die schnellen Antworten!

Teilweise ist das Problem gelöst: Es lag an alten Saiten.

Durch meine Faulheit habe ich die Saiten schon lange nicht mehr gewechselt. Nach dem Aufzug eines neuen Satzes passt alles zu 83,3%. Selbst nach vorherigen wildesten Rumdrehereien musste ich nun nur minimalst nachjustieren und siehe da: Beim Griff E-Dur im XII. Bund mit leeren E-Saiten und B-Saite entfährt dem Teil wieder schönste Harmonie.

Um selbst Bach beeindrucken zu können, fehlt mir nur noch die G - Saite. Da ist die Oktave um 10 Cent erhöht, wobei trotz augenscheinlicher Verkürzung oder Verlängerung keine Veränderung eintritt..