Re: meine Gründe im Einzelnen Posting@all ... (vorsicht lang!)
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Beitrag von bO²gie vom Oktober 26. 2001 um 02:52:27:
Als Antwort zu: meine Gründe im Einzelnen Posting@all ... (vorsicht lang!) geschrieben von Basti am Oktober 25. 2001 um 17:15:13:
: 1. Problem: neue Skalen vs. Faulheit? : Es entstehen ja durch die runtergestimmte E-Saite eigentlich "neue" Skalen. So richtig "volle" Akkorde (also mit möglichst vielen Saiten) sind dann irgendwie nicht mehr so schön. Zumindest bastle ich mir gern Akkorde zusammen, die ich dann im dropped-d-tunig recht seltsam anmuten.
Moinsen Basti -
da liegt der Hase natürlich schon im Pfeffer. Die alten Scales und Griffmuster funktionieren natürlich nicht bei einer umgestimmten Gitarre. Für mich im übrigen der No.1 Grund für Opentunings: Ich war es einfach leid 25 Jahre den gleichen Scheiß zu spielen. Faul wie ich nun mal bin hab ich mich mit einer Bluesscale, einer handvoll geklauter Chuck Berry Licks und viel Brumm über die Jahre gerettet bis ich es einfach leid war. Das konnte doch nicht alles sein. Und über den Bottleneck kam ich fast zwangsläufig zum Thema Open Tuning. Plötzlich hatte ich ein Instrument das komplett neu und doch vertraut war. Inzwischen benutze ich Open Tunings auch für Songs ohne Bottleneck und entdecke fast täglich neue Melodien, Scales und Griffmuster. Gitarre spielen macht wieder Spaß.
: 2. Eitelkeit? : Klingt komisch, ist aber vielleicht auch ein Grund bei mir. Da habe ich mir sämtliche Akkorde ausgedacht, abgeschaut und in gequälter Kleinarbeit endlich "handfest" bekommen, und dann schau ich mir dropped-d-tunig an und bekomm einen Koller, weil da das Greifen diverser "Akkorde" eigentlich nur noch aus einem "kranken Barrè" besteht..
Quatsch, klar kann man mehr als nur "kranke Barrés" mit Opentunings spielen und selbst Dropped D bietet weit mehr als nur die tiefe E und A Saite.
: 3. Sound von Barrè : Ich spiele selbst überwiegend härtere Sachen und habe eine ganze zeitlang HC gespielt. Dort konnte ich die Erfahrung machen, daß Barrè-Griffe trotz "höheren" Noten (z.b. d), wesentlich "fetter" klingen..
Und richtig spannend und mit völlig anderen, als den gewohnten Klangfarben, klingen Akkorde/Barres auf Opentuning Basis.
: 4. Sound- und Songähnlichkeiten : Resultierend aus 2. und 3. habe ich den Eindruck, daß schon fas vorherbestimmt ist, was man spielt (jedenfalls, wenn man den Zerrer betätigt ;-) ).
Hmmm, also, ich mach keinen HC aber u.a. rocke ich auch gern mal etwas heftiger und klinge nicht nach NüMetal, trotz Opentunings.
: Generell ist mir aufgefallen, daß, wenn ich runterstimme (habs auch mal mit A versucht ... ??? ), sich irgendwie sämtliche Ideen alle wie Mainstream anhören. Beispielsweise kann ich mich noch an eine Band namens "Eisenvater" erinnern, die vor etlichen Jahren schon so einen Sound wie Rammstein u.ä. hatten ???
Wobei Eisenvater deutlich lustiger als Rammstein waren. Gibt's die eigentlich noch? Wenn mich nicht alles täuscht hab' ich vor 100 Jahren in der Berufsschule mit einem Gitarristen von Eisenvater die Schulbank gedrückt.
: 5. Saitenschnurren : Ja ... kann es sein, daß man da dickere Saiten nehmen sollte. Zumindest muß man gerade bei einem runtergestimmten "C" verdammt sauber greifen, da jegliches Verrutschen irgendwie schief klingt ... naja, ist aber auch schwierig bei den lapprigen 010'ern.
No way, es muß ja nicht gleich ein 56'er - 13'er Satz sein, aber bei Open C macht ein 12'er Satz schon Sinn.
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