Re: (Greifhandkönige) Nord-Süd oder Ost-West?
Beitrag von günther vom Februar 19. 2009 um 10:00:24:
Als Antwort zu: (Greifhandkönige) Nord-Süd oder Ost-West? geschrieben von Tom(2) am Februar 19. 2009 um 07:16:38:
Moin Tom,
laß mich mal zum Erhellen grob verallgemeinern.
Also, das E-Gitarren-Vibrato machste leicht mit dem Jammerhaken, den der Leo F Tremolohebel nannte. Beispiele dafür hörst du deutlich bei den Shadows oder Ricky King. Ergebnis ist in jedem Fall ein Ton, der deutlich um seine eigentliche Tonhöhe drumrum eiert.
Die abgespeckte Fassung gibts dann bei Nord-Süd wackeln mit den Fingern, so wie es z.B. im Blues gemacht wird.
Beiden Vibratos ist gemein, daß erst der Ton erklingt, und während er klingt dann eine gut hörbare Tonhöhenmodulation erfolgt. Gleichzeitig ergibt sich dadurch natürlich die Möglichkeit, den (eiernden) Ton erheblich zu verlängern.
Die andere Variante ist das, was du als Ost-West bezeichnest und weitgehenst nur auf der Konzertgitarre zu beobachten ist.
Ganz leicht ausgeführt gibt das dem Ton eine leichte Färbung, ist als Vibrato allerdings so gut wie unhörbar. Stärker ausgeführt gibts sowohl Färbung als auch eine Tonverlängerung, wobei allerdings ein deutliches "eiern" vermieden wird. Diese Variante soll also keine hörbare Tonhöhenmodulation ergeben, sondern eine Tonfärbung nebst leichter verlängerung. Ein Beispiel gibts bei Youtube, Julian Bream spielt die Homenaje von DeFalla.
Die dritte Variante nenne ich dann mal Rein-Raus, es ist das normale Greifen gefolgt von dem "ins Griffbrett drücken". Das dient dann ausschließlich der Tonfärbung und ist als Vibrato nicht hörbar.
Gruß
Günther
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