Re: (Aussensaiter) Top 10 2008.
Beitrag von Chico Tarde vom Dezember 23. 2008 um 16:46:28:
Als Antwort zu: Re: (Aussensaiter) Top 10 2008. geschrieben von Johannes am Dezember 23. 2008 um 12:15:52:
Also,
die Idee, jemanden 'von einer Religion überzeugen' zu können, halte ich für bizarr. Ich weiss nicht, ob ich mich als 'Christ' bezeichnen würde, denn Jesus hat für mich das Ende aller Religion gebracht, aber seine Schüler haben letztendlich wieder eine draus gemacht. Solange man nicht persönlich die transformierende Kraft Gottes erlebt, ist man gezwungen, sich mit (Glaubens)-systemen runzuplagen, und ich weiss nicht, wem das was bringen soll. Als Hobby würde ich da eher Kaninchenzüchten empfehlen. Oder Schützenverein, da kann man wenigstens mehr trinken.
In den Interviews, die ich mit Dawkins gesehen habe, geht er von einer sehr 'modernen' Vorstellung von Gott aus, die ihn unter dem Zwang sieht, Objektivierbar zu sein. Im Christentum gibt es sein 10-20 Jahren einen Umbruch, der sich mit einer postmodernen Sicht auf Gott, Jesus und den ganzen Rest beschäftigt, und seine mit viel Furor und überraschender Leidenschaft für einen kühlen Atheisten vorgebrachten Argumente gehen da sehr ins Leere (zumindest, die die ich kenne.) Bin aber sehr gepannt und werde mir das Buch 09 sicherlich kaufen.
Ein Buch, dass sich auf theoretischer Ebene mit einer postmodernen Interpretation des Christums beschäftigt ist "The Fidelity of betrayal" von Peter Rollins. Als Theoriefan kann ich das sehr empfehlen. In einen Roman gepackt ist "The Shack" von William P. Young nicht schlechter.
MAddin
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