Re: (Technik) InEar Monitoring 07
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Beitrag von der onk vom August 26. 2007 um 21:29:34:
Als Antwort zu: Re: (Technik) InEar Monitoring 07 geschrieben von Kingfrog am August 26. 2007 um 15:58:41:
Da muß ich dann erst mal zurückrudern mit meinen Empfehlungen, denn ich habe Dein Problem hauptsächlich auf die Situation beim Auftritt bezogen, wo man oft unvermeidlich viel Diffusschall und Reflexionen der PA in Kombination mit dem Gewirr aus Monitoren und Backline abbekommt, so daß hier IEM eine gute Lösung zur Klärung des Mülls wäre. Nach diesem Nachschlag an Info Deinerseits würde ich zunächst erst mal "Gehörschutz" brüllen. Muß ja brüllen, weil Ihr so laut probt... ;-)
Daß das in dem kleinen Proberaum ohne deftigste Feedbacks der Gesangsmikros überhaupt geht, nötigt mir allerdings Respekt ab, aber ich schweife davon...
Amateur bedeutet ja nicht zwangsläufig blöd, lernresisten und hirnfrei, deshalb sollte es m.E. nach einem netten Gespräch untereinander doch möglich sein, den Pegel beim Proben zu senken. Das kann man ja auch "spielerisch" bewerkstelligen, indem der Mischer nicht angerührt wird und jeder nachträglich Griff zum Volume-Regler mit einem Fünfer in die Bierkasse geahndet wird. ;-) Auch die Optimierung der Aufstellung von Band und Backline im Proberaum bringt sehr viel. Hierzu gibt's z.B. unter www.musiker-board.de gute Tips. Wenn Du im Strahl Deiner Box stehtst, dann solltest Du die auch hören. Gerade Gitarrenspeaker haben oft einen extremen beam und zwischen optimalem Sound und absolutem Mulm liegen da nur ein paar Grad bzw. Meter. Also hier mal rumprobieren und optimieren und dem Basser die Ecke 600-800Hz reindrehen, damit er auch bei weniger Lärm hört, was er für'n Schrott spielt - der wird dann freiwillig leiser. ;-)
Wenn Du IEM einigermaßen tauglich machen willst, bist Du kabelgebunden mit guten, angepassten Hörern schon auf dem Weg zum Tausender. Wireless kann man nochmal 500.- draufpacken. Eine derartige Investition allein für den Proberaum würde ich erst tätigen, wenn sonst nix mehr geht. Falls der Krempel nicht auf die Bühne soll, könnte man über "Kindergarten-IEM" per Kopfhörerverstärker und Verlängerungskabel nachdenken. Da ließe sich für 'nen Hunni was machen und die Verwendung eines geschlossenen Kopfhörers (ältere Menschen haben sowas ja gerne irgendwo rumfliegen) würde den Aufwand der Suche nach einem guten Ohrhörer, Elacin-Anfertigung und die damit verbundenen Kosten ersparen. Ja, das würde blöde aussehen, aber es is' ja nur zum Proben... ;-)
Für Gehörschutz mit alternativ zum Filter einsetzbaren Ohrhörern kann ich mich nicht recht begeistern. Die Hörer stehen hierbei recht weit ab, was nicht nur dämlich aussieht, sondern auch dem Halt des Inlays abträglich ist. Außerdem gibt es m.W. nur Einwege-Hörer für diese Variante und so ist man sowohl qualitativ als auch von der Auswahl der Hörer extrem festgelegt. Wenn Du Dir wirklich was maßfertigen lassen willst, wende Dich an dir Hersteller der Hörer. Die nehmen Dir dann entweder selbst 'nen Abdruck ab oder schicken Dich zum Hörgeräte-Akustiker, der den Abdruck macht und an den Hörerhersteller weitergibt.
Aber macht erst mal leiser; vielleicht sparst Du Dir so den ganzen Kram...
der onk mit Gruß
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