Aussensaiter Forum

Diskussionen mit neuen Beiträgen

Hier darf jeder frei heraus seine Meinung sagen, solange niemand beleidigt wird. Auf Postings von Vollidioten sinnvollerweise gar nicht erst antworten.
Extrem unerwünscht sind reine Werbe-Beiträge. Danke.

(-) Header verbergen



Übersicht

(CD Review

Aloha,

selten genug kommt es vor das ich mir gleich zwei CD's kaufe. a) wer kann sich's noch leisten und b) will ich dann eh meist tagelang nur die EINE neue CD hören ...

Gut, heute passierte es das unbedingt zwei CD's im Einkaufskorb landen mußten. So unterschiedlich die beiden Artisten sind, so ähnlich sind sich beide Scheiben vom Konzept her: Elvis Costellos "Cruel/Smile" und Steve Earles "Sidetracks" (ich war ja geneigt die neue "Jerusalem" zu nehmen, aber die Bauchentscheidung fiel zugunsten der "Sidetracks" aus... einige der "Sidetracks" Songs hatte ich schon als mp3 und der Fairness halber fiel die Wahl dann auf eben diese CD).

Beide Scheiben sind eigentlich keine reguläre Alben. Wärend "Cruel/Smile" größtenteils Remixes und Liveversionen der "When I was Cruel" CD enthält, ist die "Sidetracks" eine Sammlung von Songs die Earle so bisher nicht auf regulären Alben veröffentlich hatte (Filmmusiken, ein Song mit den Supersuckers, Übriggebliebenes vom Transcendental Album, Coverversionen...).

Trotzdem sind beide CD's in sich geschlossene Werke. Zuerst mal zu Steve Earle. So vielseitig wie auf der "Sidetracks" geht's bei ihm ja eher selten zu. Das reicht von der alten Slickers Reggae Nummer "Johnny too bad" über Bluegrassgefiddel bis zu einer krachenden Version von Nirvanas "Breed". Trotzdem wirkt alles wie aus einem Guß Ok, über "Time has come today", die Chambers Brothers Nummer mit Sherryl Crow kann man sich gern streiten. Hier rockt es doch etwas steif vor sich hin. Dafür versöhnt Steve Earle mit einer schönen Version von Dylans "My Back Pages" mit einer superknödeligen Pilotgesangsspur. Mein Favorite ist allerdings der Lowell George Klassiker "Willin", aufgenommen mit den Bluegrass Dukes wärend der "Transcendental" Session. Und das schöne "My Uncle" von Chris Hillman und Gram Parsons, ebenso mit den Bluegrass Dukes aufgenommen und diesmal Live.

Und nun zu Elvis "The Imposter" Costello. Allzulange ist es ja noch nicht her das er das letzte reguläre Studioalbum veröffentlichte. Nun folgt mit "Cruel/Smile" ein Album von Liveversionen und Remixen, die hauptsächlich auf dem "When I was cruel" Album beruhen. Allerdings nicht ausschließlich. Eingeleitet wird die CD mit dem wunderschönen Charlie Chaplin/Nat King Cole Klassiker "Smile", für die japanische TV Serie "Sora Kara Furu Ichioku No Hoshi" aufgenommen. Hier zeigt sich einfach das Elvis Costello eben doch eine andere Liga als Robbie Williams ist ;-) Wunderschönes Arrangement und als einziger Song mit dem Gastgitarristen Marc Ribot aufgenommen. Ansonsten bedient Costello, wie schon auf der "When I was cruel" alles Gitarren selbst. Teils überraschend anders ("When I was cruel No.1"), teils eckiger und kantiger als schon auf der Studioversion ("15 Petals" "Spooky Girlfriend") und dazwischen zwei absolute Costello Klassiker ("Almost Blue" Barjazzmäßig entspannt, "Watching the Detectives/My funny Valentine" locker krachend aus dem Ärmel geschüttelt) kommt die "Cruel/Smile" daher (was ein blöder Bandwurmsatz ;-)). Und Costello hat viel Spaß am Einsatz von diversen kranken Delay Sounds. Elvis on Dub sozusagen. "Honeyhouse (Cruel No2)" sprengt jedenfalls mit seinen satten Mittenbässen jeden PC-Speaker. Wer an "When I was cruel" Spaß hatte (und ich hatte ihn ohne Ende) wird sich über "Cruel/Smile" umsomehr freuen. Wer Spaß an sparsam krachenden Dengelgitarren und viel Delaygeschepper hat, der wird eh seine Freuden an "Cruel/Smile" haben ...

Jetzt fehlt nur nich ein automatischer CD Wechsler und der Abend wäre gerettet ;-))

slide on ...
bO²gie

NP: Gerade garnichts ... zur Auswahl steht aber "Creepy Jackalope Eye" (Steve Earle/Supersuckers) oder "Watching the Detectives" (Elvis Costello & the Imposters)...

Re: (CD Review2) Ein Königreich für einen CD Wechsler (E.Costello/S.Earle)

: Aloha,
:
: selten genug kommt es vor das ich mir gleich zwei CD's kaufe. a) wer kann sich's noch leisten und b) will ich dann eh meist tagelang nur die EINE neue CD hören ...
:
: Gut, heute passierte es das unbedingt zwei CD's im Einkaufskorb landen mußten. So unterschiedlich die beiden Artisten sind, so ähnlich sind sich beide Scheiben vom Konzept her: Elvis Costellos "Cruel/Smile" und Steve Earles "Sidetracks" (ich war ja geneigt die neue "Jerusalem" zu nehmen, aber die Bauchentscheidung fiel zugunsten der "Sidetracks" aus... einige der "Sidetracks" Songs hatte ich schon als mp3 und der Fairness halber fiel die Wahl dann auf eben diese CD).
:
: Beide Scheiben sind eigentlich keine reguläre Alben. Wärend "Cruel/Smile" größtenteils Remixes und Liveversionen der "When I was Cruel" CD enthält, ist die "Sidetracks" eine Sammlung von Songs die Earle so bisher nicht auf regulären Alben veröffentlich hatte (Filmmusiken, ein Song mit den Supersuckers, Übriggebliebenes vom Transcendental Album, Coverversionen...).
:
: Trotzdem sind beide CD's in sich geschlossene Werke. Zuerst mal zu Steve Earle. So vielseitig wie auf der "Sidetracks" geht's bei ihm ja eher selten zu. Das reicht von der alten Slickers Reggae Nummer "Johnny too bad" über Bluegrassgefiddel bis zu einer krachenden Version von Nirvanas "Breed". Trotzdem wirkt alles wie aus einem Guß Ok, über "Time has come today", die Chambers Brothers Nummer mit Sherryl Crow kann man sich gern streiten. Hier rockt es doch etwas steif vor sich hin. Dafür versöhnt Steve Earle mit einer schönen Version von Dylans "My Back Pages" mit einer superknödeligen Pilotgesangsspur. Mein Favorite ist allerdings der Lowell George Klassiker "Willin", aufgenommen mit den Bluegrass Dukes wärend der "Transcendental" Session. Und das schöne "My Uncle" von Chris Hillman und Gram Parsons, ebenso mit den Bluegrass Dukes aufgenommen und diesmal Live.
:
: Und nun zu Elvis "The Imposter" Costello. Allzulange ist es ja noch nicht her das er das letzte reguläre Studioalbum veröffentlichte. Nun folgt mit "Cruel/Smile" ein Album von Liveversionen und Remixen, die hauptsächlich auf dem "When I was cruel" Album beruhen. Allerdings nicht ausschließlich. Eingeleitet wird die CD mit dem wunderschönen Charlie Chaplin/Nat King Cole Klassiker "Smile", für die japanische TV Serie "Sora Kara Furu Ichioku No Hoshi" aufgenommen. Hier zeigt sich einfach das Elvis Costello eben doch eine andere Liga als Robbie Williams ist ;-) Wunderschönes Arrangement und als einziger Song mit dem Gastgitarristen Marc Ribot aufgenommen. Ansonsten bedient Costello, wie schon auf der "When I was cruel" alles Gitarren selbst. Teils überraschend anders ("When I was cruel No.1"), teils eckiger und kantiger als schon auf der Studioversion ("15 Petals" "Spooky Girlfriend") und dazwischen zwei absolute Costello Klassiker ("Almost Blue" Barjazzmäßig entspannt, "Watching the Detectives/My funny Valentine" locker krachend aus dem Ärmel geschüttelt) kommt die "Cruel/Smile" daher (was ein blöder Bandwurmsatz ;-)). Und Costello hat viel Spaß am Einsatz von diversen kranken Delay Sounds. Elvis on Dub sozusagen. "Honeyhouse (Cruel No2)" sprengt jedenfalls mit seinen satten Mittenbässen jeden PC-Speaker. Wer an "When I was cruel" Spaß hatte (und ich hatte ihn ohne Ende) wird sich über "Cruel/Smile" umsomehr freuen. Wer Spaß an sparsam krachenden Dengelgitarren und viel Delaygeschepper hat, der wird eh seine Freuden an "Cruel/Smile" haben ...
:
: Jetzt fehlt nur nich ein automatischer CD Wechsler und der Abend wäre gerettet ;-))
:
: slide on ...
: bO2gie
:
: NP: Gerade garnichts ... zur Auswahl steht aber "Creepy Jackalope Eye" (Steve Earle/Supersuckers) oder "Watching the Detectives" (Elvis Costello & the Imposters)...

Moin B00gie,

sehr interessant. Als alter Parsons-Fan stellte ich gerade fest, dass ich keien Song von ihm namens "My Uncle" kenne... weisst du, ob der je offiziell erschienen ist?

Die Steve Earle lingt sehr interessant. "Jerusalem finde ich ziemlich langweilig....

Bestes,

Maddin

Re: (CD Review2) Ein Königreich für einen CD Wechsler (E.Costello/S.Earle)

: Aloha,
:
: selten genug kommt es vor das ich mir gleich zwei CD's kaufe. a) wer kann sich's noch leisten und b) will ich dann eh meist tagelang nur die EINE neue CD hören ...
:
: Gut, heute passierte es das unbedingt zwei CD's im Einkaufskorb landen mußten. So unterschiedlich die beiden Artisten sind, so ähnlich sind sich beide Scheiben vom Konzept her: Elvis Costellos "Cruel/Smile" und Steve Earles "Sidetracks" (ich war ja geneigt die neue "Jerusalem" zu nehmen, aber die Bauchentscheidung fiel zugunsten der "Sidetracks" aus... einige der "Sidetracks" Songs hatte ich schon als mp3 und der Fairness halber fiel die Wahl dann auf eben diese CD).
:
: Beide Scheiben sind eigentlich keine reguläre Alben. Wärend "Cruel/Smile" größtenteils Remixes und Liveversionen der "When I was Cruel" CD enthält, ist die "Sidetracks" eine Sammlung von Songs die Earle so bisher nicht auf regulären Alben veröffentlich hatte (Filmmusiken, ein Song mit den Supersuckers, Übriggebliebenes vom Transcendental Album, Coverversionen...).
:
: Trotzdem sind beide CD's in sich geschlossene Werke. Zuerst mal zu Steve Earle. So vielseitig wie auf der "Sidetracks" geht's bei ihm ja eher selten zu. Das reicht von der alten Slickers Reggae Nummer "Johnny too bad" über Bluegrassgefiddel bis zu einer krachenden Version von Nirvanas "Breed". Trotzdem wirkt alles wie aus einem Guß Ok, über "Time has come today", die Chambers Brothers Nummer mit Sherryl Crow kann man sich gern streiten. Hier rockt es doch etwas steif vor sich hin. Dafür versöhnt Steve Earle mit einer schönen Version von Dylans "My Back Pages" mit einer superknödeligen Pilotgesangsspur. Mein Favorite ist allerdings der Lowell George Klassiker "Willin", aufgenommen mit den Bluegrass Dukes wärend der "Transcendental" Session. Und das schöne "My Uncle" von Chris Hillman und Gram Parsons, ebenso mit den Bluegrass Dukes aufgenommen und diesmal Live.
:
: Und nun zu Elvis "The Imposter" Costello. Allzulange ist es ja noch nicht her das er das letzte reguläre Studioalbum veröffentlichte. Nun folgt mit "Cruel/Smile" ein Album von Liveversionen und Remixen, die hauptsächlich auf dem "When I was cruel" Album beruhen. Allerdings nicht ausschließlich. Eingeleitet wird die CD mit dem wunderschönen Charlie Chaplin/Nat King Cole Klassiker "Smile", für die japanische TV Serie "Sora Kara Furu Ichioku No Hoshi" aufgenommen. Hier zeigt sich einfach das Elvis Costello eben doch eine andere Liga als Robbie Williams ist ;-) Wunderschönes Arrangement und als einziger Song mit dem Gastgitarristen Marc Ribot aufgenommen. Ansonsten bedient Costello, wie schon auf der "When I was cruel" alles Gitarren selbst. Teils überraschend anders ("When I was cruel No.1"), teils eckiger und kantiger als schon auf der Studioversion ("15 Petals" "Spooky Girlfriend") und dazwischen zwei absolute Costello Klassiker ("Almost Blue" Barjazzmäßig entspannt, "Watching the Detectives/My funny Valentine" locker krachend aus dem Ärmel geschüttelt) kommt die "Cruel/Smile" daher (was ein blöder Bandwurmsatz ;-)). Und Costello hat viel Spaß am Einsatz von diversen kranken Delay Sounds. Elvis on Dub sozusagen. "Honeyhouse (Cruel No2)" sprengt jedenfalls mit seinen satten Mittenbässen jeden PC-Speaker. Wer an "When I was cruel" Spaß hatte (und ich hatte ihn ohne Ende) wird sich über "Cruel/Smile" umsomehr freuen. Wer Spaß an sparsam krachenden Dengelgitarren und viel Delaygeschepper hat, der wird eh seine Freuden an "Cruel/Smile" haben ...
:
: Jetzt fehlt nur nich ein automatischer CD Wechsler und der Abend wäre gerettet ;-))
:
: slide on ...
: bO2gie
:
: NP: Gerade garnichts ... zur Auswahl steht aber "Creepy Jackalope Eye" (Steve Earle/Supersuckers) oder "Watching the Detectives" (Elvis Costello & the Imposters)...

Moin B00gie,

sehr interessant. Als alter Parsons-Fan stellte ich gerade fest, dass ich keien Song von ihm namens "My Uncle" kenne... weisst du, ob der je offiziell erschienen ist?

Die Steve Earle klingt sehr interessant. "Jerusalem finde ich ziemlich langweilig....

Bestes,

Maddin

Re: (CD Review

...und als einziger Song mit dem Gastgitarristen Marc Ribot aufgenommen.


Moin boogie,

d'accord. Die Jerusalem find' ich auch nicht soo amtlich, oder es ist, wie stooge sagt, ein Langsamzünder. We'll see.

Auch Klasse, aber eine ganz andere Abteilung; nämlich meine Lieblingsabteilung "Mädels können zwar keine Kreise malen, aber besser singen"

Sarah Jane Morris,feat. Marc Ribot, mit z. B. einem Cover von "Don't leave me this way".

Sehr schön. In the deed.


Beim stöbern in alten E.C. CDs hab ich wieder Graham Parker rausgekramt. Oh Lord, don't ask me questions..., und, wer kennt die wunderbare Sunny Jim Band, (klapper, klapper, klapper...) kuck mal an, Nitty Gritty Dirt Band...

Xmas kann kommen - kann aber auch wieder gehen.


madetjoot.

andreas