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Das erste Mal im Studio! Teil 1: Die Vorbereitungen

Liebe Gemeinde!

Der Plan stand: Wir gehen für ein Wochenende ins Studio und nehmen sechs Songs auf. Dabei wollten wir die Songs so ähnlich einspielen wie unsere Live-Versionen, also Akustikgitarre plus Stimme. Dazu ein paar mehr Background-Vocals und die eine oder andere Zweit- bzw. Drittgitarre.

Die Gitarrenspuren habe ich jetzt bis auf eine Ausnahme am Wochenende eingespielt. Hier mein Bericht, erster Teil.

Carola - meine Sängerin - und ich beschlossen, eine kleine Vorproduktion zu machen, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte. Wir nahmen auf eine uralte 8-Spur (mit Compakt-Cassetten!) erst die "normale" Gitarre auf. ulllis Trick mit dem SM-58 mit abgedrehtem Kopf war genial. Dann die Lead-vocals. So weit, so einfach. Nun kam die Arrangierarbeit für die Backgroundvocals. Normalerweise singe ich die, logo, Carola ist ja live mit den Leadvocals beschäftigt. Hier experimentierten wir ein wenig. Das Gleiche gilt für die Zweitgitarre.

Nach längerem Probieren kamen wir zu der Überzeugung, dass mehr als eine zusätzliche Gitarre eher verwässert als verbessert. Also nur eine Zweitgitarre für ein paar eingestreute Parts. An den Start kam hier meine billige kleine Archtop, die sich schon bei den Probeaufnahmen sehr von der Hauptgitarre (Flattop) absetzte. Die Kleine hat wenig Fundament im Bass, das machte aber grade mal gar nichts, weil das auch nicht ihr Job war.

Die Arrangierarbeit war damit gemacht und das war tatsächlich auch ziemlich zeitintensiv. In der Rückschau eine sehr gute Maßnahme, sonst hätten wir erheblich mehr (teure) Zeit im Studio gebraucht. Außerdem hatten wir eine Vorstellung, wie alles klingen würde.

Dann probten wir die Songs bis - tja, bis zu dem Punkt, wo wir nur noch verbissen am Metronom hingen, auf Spielfehler lauschten und versuchten, mit Kraft und Konzentration "perfekt" zu sein. Das war ein sehr heikler Moment, denn wir fingen an, keinen Spaß mehr an der Sache zu haben. Wir setzten dann für eine Woche die "harte" Probe an den Studiosachen aus und spielten nur aus Jux und Laune alte Songs, olle Gassenhauer und nur zwischendurch aus Fun eben die zur Aufnahme bestimmten Songs. Diese Pause tat unserer Spielfreude sehr, sehr gut. Im Nachhinein hätten wir die "Perfektionsproben" früher beginnen sollen, um bei den Parts noch besser auf dem Punkt zu sein. Gleichzeitig sollte man nach jeder dieser Proben noch "mucken". Training und Spaß in einem akzeptablen Verhältnis ist die Aufgabe.

Zum Equipment: Vier Wochen vor dem Studiotermin zog ich neue Saiten auf und spielte alle drei Gitarren, die ich ins Studio mitnehmen wollte in gleicher Regelmäßigkeit. Nach zwei Wochen nahm ich bei allen Gitarren die "angespielten" Saiten runter und zog neue auf. Die angespielten Saiten wurden sorgsam verwahrt. So hätte ich im Studio bei einem Saitenriss eine gleich "alte" Saite wieder aufziehen können. Ob der Plan geklappt hätte, weiß ich nicht, mir ist dann im Studio keine Saite gerissen. ;-)

Außerdem überprüfte ich die Gitarren noch einmal auf Schnarren, Intonationsprobleme und machte einen Generalcheck.

Das Packen für´s Studio war dann eine Materialschlacht. Die drei Gitarren, logisch. Naja, die vierte schaute mich so traurig an, die mußte auch mit, benutzt habe ich sie dann natürlich nicht. Dann der Rest meines Live-Gears, Stimmgerät, eine Mikroauswahl, Kabel und Ersatzkabel, alle möglichen Tretminen, neue und "alte" Ersatzsaiten, Werkzeug, Batterien, sechs Bottlenecks und eine Dose mit allen möglichen Plektren. Im Nachhinein habe ich von dem Kram nur einen kleinen Teil gebraucht. Allerdings war das Gefühl sehr angenehm, auf alles vorbereitet zu sein.

Und wie es dann im Studio war, erzähle ich Euch im nächsten Teil!

Mahlzeit!

Matthias

Re: Das erste Mal im Studio! Teil 1: Die Vorbereitungen

: Hi Matthias - Toller, lesenswerter Bericht.
:
: Freu mich schon auf die Fortsetzung,
:
: Marvin

Ich mich auch! Das soll kein Füller-Posting sein, damit ich auch meinen Senf dazugegeben hab' sondern eine Aufmunterung, daß Du den zweiten Part auch wirklich bringst und nicht wegen befürchtetem Desinteresse ausfallen läßt.

Bis spätestens Duhsburch
Cheerio
Hans-Jürgen