Hallo!
Schon öfters wurde ich mit diesem Wort konfrontiert, aber ich habe noch immer keine genaue Vorstellung davon, was das bedeutet. Kann mir da jemand weiterhelfen. Es gibt da wohl einen Unterschied zur modalen Spielweise. Also, Jazzpolizei, mein Freund und Helfer, hilf mir weiter!
phil
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- Funktionsharmonik - gestartet von phil 15. Juli 2001 um 17:07h
- Re: Funktionsharmonik
- von
Bernd
am 15. Juli 2001 um 18:20
- Re: Funktionsharmonik
- von
Bernd
am 15. Juli 2001 um 18:20
Hallo Phil!
Mit einer treffenden Definition kann ich leider nicht dienen, aber ich versuche mich mal an einer Erklärung...
In der Funktionsharmonik stehen die Akkorde eines Stücks immer in irgendweinem Zusammenhang. Sie leiten sich z.B. aus Tonart der Skala in der das Stück geschrieben ist ab. In einem Stück der Tonart C-Dur z.B. hast Du 7 sog. Stufenakkorde, und jeder davon hat dann eine bestimmte Funktion (Tonika, Dominante etc....)
In einem Stück, daß streng nach den Regeln der Funktionsharmonik aufgebaut ist, gibt es dann auch nur diese Akkorde. "Skalenfremde" Akkorde müssen durch Modulationen angesteuert werden. In einem Stück, daß in d-moll steht wirst Du also kaum einen eb-moll Akkord finden.
Im modalen Jazz ist das halt anders. Man schert sich einen feuchten Kehricht um die Funktionsharmonik uns betrachtet die Akkorde als Klänge. Wie ein Akkord, bzw. Akkordverbindung klingt ist das Kriterium. Beispiel: das Stück "so what" von Miles Davis. Es kommen nur 2 Akkorde vor: dmoll7, ebmoll7. "ebmoll" hat funktionsharmonisch hier nichts zu suchen, aber es klingt halt gut.
Grüße
Bernd
Mit einer treffenden Definition kann ich leider nicht dienen, aber ich versuche mich mal an einer Erklärung...
In der Funktionsharmonik stehen die Akkorde eines Stücks immer in irgendweinem Zusammenhang. Sie leiten sich z.B. aus Tonart der Skala in der das Stück geschrieben ist ab. In einem Stück der Tonart C-Dur z.B. hast Du 7 sog. Stufenakkorde, und jeder davon hat dann eine bestimmte Funktion (Tonika, Dominante etc....)
In einem Stück, daß streng nach den Regeln der Funktionsharmonik aufgebaut ist, gibt es dann auch nur diese Akkorde. "Skalenfremde" Akkorde müssen durch Modulationen angesteuert werden. In einem Stück, daß in d-moll steht wirst Du also kaum einen eb-moll Akkord finden.
Im modalen Jazz ist das halt anders. Man schert sich einen feuchten Kehricht um die Funktionsharmonik uns betrachtet die Akkorde als Klänge. Wie ein Akkord, bzw. Akkordverbindung klingt ist das Kriterium. Beispiel: das Stück "so what" von Miles Davis. Es kommen nur 2 Akkorde vor: dmoll7, ebmoll7. "ebmoll" hat funktionsharmonisch hier nichts zu suchen, aber es klingt halt gut.
Grüße
Bernd