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(Gitarre) Die Goldtop, das Bigsby und Mr. Sorkin

Liebe Gemeinde!

Nach zahlreichen schweren und schwersten GAS-Attacken der letzten 6 Monate, teilweise begründet durch schweres Herzeleid, bin ich mal wieder an dem Punkt angekommen relativ glücklich mit dem angehäuften Geraffel zu sein. Aaaaaber man kann ja vorhandenes noch verbessern, das ist billig, und basteln macht Spaß (siehe meine allerersten Beiträge in diesem Forum,-))).

Ich habe vor ca. 5 Jahren mal ein Bild gesehen auf der Seite der Oldenburger Music Station von einer 55er Les Paul Custom mit Bigsby, und irgendwas an dem Ding was so wunderbar anders. Der Steg nämlich, eine sog. "Dogbone-Bridge", im Prinzip ein Bigsby Stegaufsatz mit knochenförmigen Unterbau. Man sah das geil aus!
Diese Brücke in Verbindung mit einem Bigsby habe ich dann noch 2x gesehen bei alten Goldtops mit P90ern, und das sah noch geiler aus! Ich habe mir sogar extra die Neuauflage von A.R. Duchossoirs "Gibson- The Classic Years" gekauft, weil im Spec. Teil eine Goldtop mit eben jener Brücke fotographiert war.
Nun habe ich ja weiland 2005 eine GT gekauft und Anf. des Jahres eine Bigsby B-7 montiert. Das sah schon lecker aus, aber das Tüpfelchen auf dem i wäre eine Dogbone-Bridge gewesen. Bei ebay gab es die sogar ab und an, allerdings originale aus den 50ern zum Schweinepreis. Also nicht weitergesucht, sondern mit dem Gedanken gespielt, mir sowas selbst zu bauen (den Bigsby Aufsatz Steg bekommt man ja zum Glück ohne Probleme).
Aber auch das ist aus irgendeinem Grunde nicht akut geworden.
Vor ein paar Monaten habe ich zufällig eine Brücke entdeckt, die ich noch nie gesehen hatte, aber fast genau das war, was ich suchte: die sog. "Bowtie-Bridge", auch "Sorkin-Bridge" genannt. Nach einiger Recherche war klar, das Ding wurde vornehmlich auf Rickenbackers benutzt (Lennon hatte auch so ein Teil auf seiner Rick).
Das Beste an der Sache war allerdings, dass das Teil wieder erhältlich ist, hergestellt von Bigsby! Wahnsinn, dachte ich, endlich kann ich so eine Brücke haben in bezahlbar! Also nicht lange gefackelt und bei ebay geschossen, Freitag morgen abgeholt und Freitag abend verbaut.
Zunächst hatte ich einige Bedenken wegen der Konstruktion: Aufsatzsteg + Bigsby? Das ist Strafarbeit pur! Oktavreinheit? Äh, ja, das war einmal...
Doch ich wurde positiv überrascht! Die Justierung war ein Klacks, die Oktavreinheit ist auch nicht viel schlechter als vorher (zumindest klingt jenseits des 7. Bundes nix schief,-))) und es sieht ja sooooo unendlich geil nach 50's aus!
Das einzig dumme: die Gewindebolzen aus der Tokai zu ziehen war echt mühsam. Zuerst wollte ich 2 Muttern gegeneinander ddrehen und die Bolzen so herausziehen, aber das wollte nicht funktionieren, also kamm die Zange dran. Dabei sind die Bolzen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Wenn jemand einen Tip hat, wie das besser geht, immer her damit.

Nach dem Saitenaufziehen (ein Glück das Lockmechaniken dran sind) erstmal gestimmt, kurz die Oktavreinheit Pi mal Daumen gecheckt (12. Bund Flageolet und so....,-)) und ran an den Amp. Hui!
Ich hatte ja gedacht, dass das teil evtl. ein Sustainkiller ist, ist es aber imho überhaupt nicht! Vor allem klingt die Gitarre jetzt viel luftiger, nicht mehr so dumpf, für mein Ohr einfach besser! Wow, sieht geil aus UND klingt, dass ist selten, aber es passiert, schön!

Jetzt habe ich nur ein wenig Angst, dass sich die Saiten in die Brücke regelrecht reinfressen, da es ja nur Alu ist...Das wäre ein echter Jammer!

Naja, kurzum, ich kann die Bowtie-Bridge nur empfehlen, sieht imho super aus und klingt imho richtig gut!

Wenn ich Freitag bei Jochen sein sollte, kann er vielleicht ein paar Foddos machen, dann könnt ihr die ganze Pracht sehen,-)))

Bis dahin, bigsbydengelnde Grüße!

Jonas