Guten Sonntagnachmittag,
gestern abend hatte ich mit der "Nick Young" -ACDC-Band einen Auftritt bei einem leider etwas übersichtlich besuchten dörflichen Open Air. Zwei der Bands, die dort ebenfalls auftraten, fand ich aus unterschiedlichen Gründen bemerkenswert.
Als dritte Band des Abends spielten Nightlife und das war optisch durchaus unterhaltsam, wo sonst bekommt man sonst noch knapp 25 Jahre nach der Hochphase des Posermetals solche Outfits zu sehen :-)? Getoppt wurden die vier allerdings noch von einem Fan vor der Bühne, leider habe ich von dem kein Bild. Musikalisch möchte ich gar nicht so viel urteilen, beim Auftritt von "Nightlife" standen wir aber vor der Bühne und waren ob der Qualität des PA-Sounds nicht ganz so begeistert. Klischeemäßig haben wir das erstmal auf den Mann am Mischpult geschoben, wurden aber bei Auftrittsbeginn der nächsten Band dann doch mal wieder daran erinnert, dass ein Mixer halt auch immer nur mit den Signalen arbeiten kann, die von der Bühne kommen. Klingt die Band auf die Bühne nicht und spielt nicht tight zusammen ist es halt auch schwer, einen kompakten Sound zu zaubern.
Die nächste Band waren dann nämlich The Black Sheep, eine reine Mädelscombo. Ich muss gestehen, dass ich bei rein weiblichen Besetzungen durchaus manchmal denke (ja, ich zahle die 5 Euro in die Chauvikasse), dass insbesondere das Schlagzeug eher ein Männerinstrument ist. Die vier Damen aber fand ich richtig klasse, coole Songs, klasse und druckvoll gespielt. Hier ist ein Liveclip aus dem letzten Jahr, soundmäßig nicht so richtig toll, aber man ahnt, dass die vier spielen können. Coole Band!
Unser Auftritt war ok (wir haben mit einem anderen Sänger gespielt, bei der Anzahl an ACDC-Tributebands in D gibt es ja ausreichend Ersatz, falls der eigene mal ausfällt...), ich habe allerdings wieder festgestellt, dass ich die Devise "Marshalls klingen nur aufgedreht und Rockmusik muss laut sein, damit sie klingt" doof finde oder zu alt dafür bin. Ich spiele ja selbst gern in "kerniger" Lautstärke, aber ich habe immer im Hinterkopf, dass ich gern noch ein paar Jahre gut hören möchte, was ich da spiele. Nick (also der jugendliche Angus in der Band) will aber seinem großen Vorbild komplett nacheifern und meint, seinen per Powersoak gedrosselten und zum Zerren gebrachten JTM45 dann per 100 Watt Marshall-Endstufe wieder so weit über seinen Turm zu verstärken, dass trotzdem die Ohren bluten und der Mixer zweimal die Ansage macht, er könne das Schlagzeug nach draußen hin nicht mehr ausreichend verstärken... Das war beim letzten Auftritt auch so und gestern habe ich dann gestern konsequenterweise meinen ersten Auftritt mit einem Gehörschutz im linken Ohr absolviert. So ging´s dann, ich finde es aber unnötig und da müssen wir dran arbeiten.
Soweit zu meinen Erlebnissen vom Samstagabend :-)
Grüße,
Andreas