Re: (Band) Sind wir Musiker eigentlich immer die Dummen?
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Beitrag von Lothy vom Januar 18. 2005 um 13:01:10:
Als Antwort zu: (Band) Sind wir Musiker eigentlich immer die Dummen? geschrieben von Klaus am Januar 17. 2005 um 11:16:52:
Hallo Klaus,
uiuiui, Du bist aber ziemlich angepisst - verständlicherweise.
Ich war es bis vor 4 Jahren auch, hab hin und herüberlegt, wie wir mit unserer Rock-Blues-Band mehr Gigs spielen könnten, zu akzeptabler Gage (war damals zwischen 800 und 1200 Mark).
In der Kante in der ich lebe, herrscht ein abolutes kulturelles Vakuum. Coverbands, Alleinunterhalter, Duos und Blasmusiker sind hier voll angesagt. Alles andere ist nicht nur uninteressant, sondern einfach nicht existent (man wird so behandelt als wäre man nicht da).
Was kann man dagegen tun? 1. Man gründet eine Band die den ansprüchen der Veranstalter entspricht und kann richtig Gage anziehen. (das habe ich getan, Duo, sehr wenig Aufwand, Gage wird ohne Mullen und Knullen gezahlt in bar ohne Rechnung)
2. Man findet sich damit ab und spielt seine 2-3 "Benefitzveranstaltungen"
Ich hab beides gemacht. Mit meiner Rock-Bluesband proben wir 1 mal die Woche, trinken ein paar Biere dabei und haben einfach unseren Spass. Wenn mir mal spielen geht die Post ab und alle sind zufrieden.
Mit meinem Keyboarder probe ich überhaupt nicht mehr (die "Saisonhits" machen wir aus dem Stehgreif oder lassen den Holzmichel einfach mal sterben). Zum Gig kommen wir 30 min. vorher und sind 30 min. danach wieder verschwunden (inklusive Auf-Abbau und noch ein Anwärmerbierchen). Bezahlt wird i.d.R. nach Stunden. Ist zwar ein "Hurenjob", der mir jedoch bis jetzt jedes GAS finanziert hat. In der Regel wird man auch von den Veranstaltern sehr zuvorkommend behandelt und es gibt kein "Nachkobern" bei der Gage. Und dann fängt die Sache auch langsam an Spass zu machen.
Cheers Lothy
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