Re: @ Ferdi


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Beitrag von ferdi vom März 08. 2004 um 12:49:15:

Als Antwort zu: @ Ferdi geschrieben von Condor am März 08. 2004 um 11:58:19:

Hallo,

zunächst: es ist ein (weit?) verbreitetes Mistverständnis, dass ich an Amps basteln könnte. Dem ist nicht so. Stattdessen ist es so, dass ich jemanden gut kenne, der es kann. Wenn ich ihm sage, das soll so oder so klingen, dann macht er das. Durch über zehn Jahre immer wieder leicht bis radikal geänderte Schaltungen im Twin Tower wusste ich schließlich, was mir am besten gefällt. Und das sollte in den neuen, kleinen Amp.


Von dem (wie ich finde) nur akademisch interessanten und daher überflüssigen "Weber"-Sticker mal abgesehen - super!!!

Ich sehe das anders. Die generelle Celestion-Lastigkeit kann ich gerade für Bluessounds überhaupt nicht nachvollziehen. Ich halte von Weber soviel, dass ich finde, dass sie ein wenig Werbung verdienen. Selbst Fender und Roccaforte werben mittlerweile mit Weber Speakern oder Weber-Designs - also bitte.

War das ein fertiges Gehäuse mit vorhandenem Verstärker, und Du hast das Ganze dann optimiert, oder ist alles selbstgebaut?

Chassis aus altem Amp gemessen, 15er Speaker gemessen, Zeichnung gemacht, Birken-Multiplexplatte gekauft, zum Tischoler gegangen. So war das.

woher hast Du denn die Schaltpläne für den Amp bekommen?

=> Aspen Pitman: Tube Amp Book. Ansonsten siehe oben.


Da die alten Dinger ja ohne integrierte Schaltkreise auskommen, sondern Punkt-zu-Punkt verdrahtet sind (also sehr übersichtlich aufgebaut sind), müsste das doch machbar sein.

In dem Ferditone befinden sich, die Trafos mal außen vor, eine gute Handvoll Bauteile und etwa, na, anderthalb Meter Draht. Mehr nicht.


D.h. wenn ich einen Ingenieur hab, der mir den Gehäuseplan zeichnet, einen Schreiner, der mir für kleines Geld das Ding baut, einen Sattler, der mir das für genauso kleines Geld bespannt und einen Elektriker, der mir den Amp nach Plan zusammenlötet - dann müsste man sich doch einen tierischen Amp basteln können, der im "Fender Custom Shop" ein Vielfaches kosten würde. Die Burschen hab ich nämlich tatsächlich alle an der Hand!

Genau so!

Oder hab ich da jetzt zu naiv gedacht und der Ampbau oder die Teilebeschaffung gestaltet sich viel schwieriger und teurer?

Das teuerste sind Trafos, Speaker, Gehäuse. In der Reihenfolge.


Oder wenn es ginge: was spräche dagegen, in Kooperation mit den oben genannten Leuten eine Kleinserie auf die Beine zu stellen? Man stelle sich vor:
: ein 50er Jahre Fender Bassman in 60er Blonde Tolex Optik, wahlweise Jensen oder Weber-Speaker, mit evtl. individuell wählbaren Regelmöglichkeiten für den 50 bis 60 Prozent des Originalpreises?


Solche Bausätze gibt es fertig, den Link habe ich gerade nicht zur Hand, den Namen vergessen. hab ich mir aber schohn mal en detail angeguckt. War aber in USA, d.h. man braucht doch wieder ein anderes Netzteil.

cu, ferdi


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