Re: (Gitarre) pICKuPS FÜR sTRaT


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Beitrag von ferdi vom Oktober 20. 2003 um 12:08:58:

Als Antwort zu: Re: (Gitarre) pICKuPS FÜR sTRaT geschrieben von groby am Oktober 20. 2003 um 11:39:55:

Hi,

fand den Sound uninteressant und letztlich schlecht verwendbar.

... ist abhängig von tausend Faktoren.

Woher hast Du denn die bemerkenswerte Statistik mit "weit mehr als die Hälfte"?

Kurze Antwort: aus der Summe aller Gespräche mit Stratisten, die sich in den letzten 15 Jahren angesammelt haben.


Mir jedenfalls geht kaum ein Sound auf Dauer so auf den Nerv wie Zwischensounds.

So kommen wir nicht weiter. Ich sagen: Mir schmeckt Apfelkuchen, du entgegnest: mir nicht.

Zu luftig, zu klischeehaft.

Was heißt "zu luftig"? Kein Druck? Darüber kann ich mich nicht beklagen. Egal, hängt von tausen Faktoren ab.
Vor allem mit dem zweiten Punkt habe ich aber Schwierigkeiten: was genau meinst du mit "zu klischeehaft"? Ein Klischee kann es nur dann sein, wenn du es allerorten hörst. Dass dies so ist spricht eher für als gegen die Zwischenpositions-Sounds. Ich spiele doch nicht deshalb EKO-Gitarren, um mich von der Masse der LesPaul und Strat-Spieler zu unterscheiden (die mit ihrem Sound das Klischee von E-Gitarrensound bedienen).

Es gibt ja auch noch andere Gitarristen die man als Soundideale haben kann außer den von Dir erwähnten.

Ja, zB den erwähnten Blackmoore, der auch keine Zwischenpositions-Sounds mag. Ich denke, wenn man sich auf eine Liste der Gitarristen einigen wollte, die mit der Strat "ihre Sprache" gefunden haben, dann gehören SRV, Hendrix, Blackmoore zu den top ten. Bloß weil einem die nicht gefallen ändert sich daran nix.

Vielleicht ist es gerade weil so viele Leute immer denselben Vorbildern nachstreben,...
:
: ...dass ich manche Sounds nicht mehr hören mag.
:
:
: Apfelkuchen ist toll.
:
: Aber wenn auf der Welt alle Apfelkuchen backen wollen,...
:
: ...mag mir auch das beste Geheimrezept nicht mehr schmecken.


Ich finde auch, dass man sich Sounds leidhören kann. Davon wird der Sound an sich aber keinen Deut schlechter. Ich höre privat zB fast überhaupt kein Hendrix oder SRV. Wenn ich unbedingt einen Gitarristen nennen sollte, dessen Sound ich erreichen möchte, dann wäre das Michael Landau. Einen Hauch fetter als SRV, einen Hauch sauberer als Hendrix, aber insgesamt von der Instrumenten-, Amp- und Effektwahl sowei den Wurzeln der Spielweise doch sehr in dieser Richtung.

SRV hat die meisten Konzerte mit ein- und demselben Sound gespielt, ich habe reichlich davon. Ich höre fast nichts mehr davon, weil ich es leid bin, ewig dasselbe zu hören. Wird sein Sound dadurch schlechter? Gefällt er mir deshalb weniger? Hängt die Qualität eines Sounds von meiner Gewöhnung ab? Ich denke nein. Ich bin aber, das muss ich zugeben, überhaupt niemand, der "Abwechslung" besonders hoch schätzt oder braucht.

Wir tauschen uns hier letzten Endes immer über Geschmäcker aus, groby. Dass die meisten Stratisten ihre Zwischenpositionen lieben, ist eine Erfahrung, die ich nicht mit glaubhaftem empirischen Material zu erhärten weiß. Wenn du sagst, deine Gespräche mit Stratisten haben ergeben, dass sie en gros die Zwischenpositions-Sound NICHT mögen, dann sag das bitte. Es würde mich wundern, glauben tät' ich dir das dennoch. Sodass unterm Strich herauskommt, dass man verschiedener Meinung sein kann.

cu, ferdi


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