Re: (Sonstiges) Reparatur bei Beyer's


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Beitrag von Ingo Z. vom März 15. 2002 um 21:43:10:

Als Antwort zu: Re: (Sonstiges) Reparatur bei Beyer's geschrieben von ullli am März 15. 2002 um 00:24:59:

Hallo ullli,

:...ist mir ja jetzt direkt unangenehm, auch hier zu widersprechen, ahem, aber...

Och, ich bin schon ganz deprimiert *schluchz, keiner liebt mich !* :-)

: Das kenne ich anders - Verstaerkerschrauben ist kein Kinderkram und es gibt viele Wege, auf denen ein Amp Schrott gehen kann! Von daher habe ich nie gemurrt, wenn im Studio was kaputt war, und der gute Herr S. fuer einen KV zwischen 30.- und 50.- Mark haben wollte

je nachdem geht das auch noch i.o., bei einem vergleichsweise ...hmm wie sag ichs jetzt ... naja 750,-Mark-Amp wäre das IMHO zuviel für einen KV !

... jeder faule Hobbyschrauber das Ding zur Diagnose abgeben, und dann doch selber loeten wollen. Nein, So'n technisches Geraffel ist einfach nicht in 5min zu analysieren!

Bei komplizierten Geräten stimmt das (Mixer, Keyboard usw.), bei einem Verstärker kann ein guter Fachmann sehr schnell erkennen, ob etwa teure Teile, wie Netztrafo/Ausgangsübertrager futsch sind, die Endröhren müde oder zerstört sind oder doch eher was profanes in der Vorstufe ist (auch IMHO). Natürlich hängt das immer vom EInzelfall ab. Über die Verrechnung mit dem Reparaturpreis ist auch gegen ein höheren KV nichts einzuwenden, aber Preis/Leistung sollte schon stimmen, schließlich sind (hoffentlich) Profis am Werk.

: Das ist natuerlich ein interessanter Kommentar - da implizierst Du, dass das Absicht waere, und solche Laeden gibt es garantiert - also, ja, da ist Vorsicht geboten. Wer aber einen Laden kennt, und Vetrauen hat, und vor allem sein Geraet einigermassen begreift, der kann schon, um Zeit zu sparen, einen Kostenrahmen angeben.

Ja klar, dann schon, aber die Erfahrung lehrt auch hier häufig anderes. Und wenn man mal ehrlich ist, läuft ein guter Verstärker einige Jahre bevor was dran ist, das ist was anderes, als wenn man mit seinem Auto immer schön regelmäßig zur Durchsicht fährt. So eine langjährige Kundenbeziehung läuft da eher über die GAS-Schiene ;-) als über das Wartungsgeschäft. (?)

: Man laesst ja auch nicht irgendwen die Bremsen am Auto nachstellen - zu einem Ampschrauber sollte man auch eine laengerfristige Beziehung aufbauen, wenn moeglich!

Ah, jetzt weiß ich wieder, warum ich das Autobeispiel gebracht hab, s.o.

Ganz allgemein ist das Reparaturgeschäft heute ein sehr schwieriges, da die Arbeitskosten aufgrund des Finanzgeiers immer höher steigen, die Geräte aber immer "billiger" werden. Ein guter Fachbetrieb wird aber immer versuchen, fair mit Kunden umzugehen, wobei ein gewisser "Lastenausgleich" (Kompensation zwischen Verlustgeschäft-Reparaturen und schnell erledigten, lukrativen Reparaturen) in Ordnung geht, der Kunde hat ja auch nach einer einfachen Reparatur wieder ein funktionierendes Gerät. Hier muß man schon mit Fingerspitzengefühl vorgehen, es gibt meiner Meinung nach keinen größeren Schaden für ein Geschäft, als ein schlechter Ruf, der rasend schnell um sich greift. Es ist erwiesen, daß sich schlechte Nachrichten 10x schneller verbreiten als gute... (Marketing-Lehrgang, manchmal lernt man sogar was, kann dabei Kekse essen und Kaffeetrinken und muß nicht arbeiten :-)

: gut Ton!

dto.!
Ingo

N.P.: Smoothjazz.com


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