Re: (Gitarre) dicke Bünde: Gewöhnungssache? - oder eine Frage von love it or leave it?
Beitrag von Falk vom Oktober 18. 2010 um 15:46:04:
Als Antwort zu: (Gitarre) dicke Bünde: Gewöhnungssache? - oder eine Frage von love it or leave it? geschrieben von Elwood am Oktober 14. 2010 um 23:37:43:
Moin Kinners,
so, nun auch mein Mostrich zum Thema. Hier wurde wiederholt der Spielkomfort angesprochen. Der Begriff "Spielkomfort" geht m.E. etwas an der Sache vorbei bzw. erfaßt nicht ganz den Sinn der fetten Bünde.
Jumbos sind vor allem hilfreich bei: Bendings! Durch den größeren Abstand der Fingerkuppe zum Griffbrett kann man für's Saitenziehen viel mehr Kraft einsetzen.
Bei Vintage-Bünden dagegen berührt die Fingerkuppe frühzeitig das Griffbrett, die Saite drückt sich in die Kuppe und anstatt die Saite wirkungsvoll zu halten, drückt die Fingerkuppe sinnlos auf'm Holz herum. Die aufgewendete Kraft verpufft sinnlos.
(Ob sich das Ganze dann auch noch komfortabel anfühlt, hängt vor allem davon ab, wie die Bundstabenden verrundet sind.)
Wer viel bendet und gleichzeitig ein Freund flacher Saitenlagen ist, sollte sich zudem nach einem Griffbrett mit flachem Radius umsehen. Bei ebendiesen klirrt's und scheppert's nicht so schnell.
Gruß Falk
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