Re: (Philosophie) Kopfhörermusik


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Beitrag von jonas vom Oktober 29. 2008 um 15:24:15:

Als Antwort zu: (Philosophie) Kopfhörermusik geschrieben von manuel am Oktober 29. 2008 um 13:11:37:

Grüßgott!

Früher habe ich gerne alte Platten aufgelegt und mich mit Kopfhörer auf den Boden gelegt, das war echt klasse. Besser war's aber ohne Kopfhörer, laut aufreißen und mitbrüllen, solange bis der Ton passt. So habe ich singen gelernt und die meisten Klassiker,-))) Ich habe mir damals The Wall bis zum Erbrechen angehört und habe dann einen Kopfhörer aufgesetzt, die Klampfe umgehangen, den Notenständer als Mikroständer mißbraucht und mit"gespielt" und ich fühlte mich total cool, so sahen die in den Studios auch immer aus, Kopfhörer, Klampfe und Mikro, geil!

Naja, ich hatte dnan auch mal einen Discman, der hat aber nicht lange gehalten udn der Sound ging mir auf den Keks. Dann hatte ich einen der ersten MP3 Player die es gab und der war cool, weil nix mehr gesprungen ist, aber die mp3's damals im Netz waren so unterirdisch schlecht, war furchtbar anzuhören, brrr!!

Seit 4 Jahren lebe ich jetzt in meiner Wohnung und habe hier kaum Platten oder CD's gehört, mir fehlte die Lust dazu. Jetzt habe ich vor ein paar Monaten alle meine Platten verkauft (ich bereue es ein wenig). Die Cd's die ich noch habe stauben hier ein oder werden verschenkt (das macht auch Spaß). Ich höre mittlerweile nur noch ganz ganz wenig Musik, das meiste auf youtube, oder ich lade auch mal eine mp3 herunter, aber dass sind immer so easy listening Sachen bzw. ruhige einfache und eingängige Musik.
Seit ein paar Wochen habe ich hier wieder Kopfhörer und das macht ziemlich Spaß. Das ich kaum noch Musik höre stört mich auch nicht wirklich, denn die Sachen die ich früher gehört habe und die ich gut finde habe ich alle noch im Kopf, wirklich alle, und ich kann sie mir imemr wieder wachrufen, dafür muß ich sie nicht hören. Aber das schöne Gefühl eine Platte aus der Hülle zu ziehen, mit der Bürste zu entstauben, auf den Teller zu legen, die Nadel auflegen, und immer denselben lauten Knacks bei der einen Stelle von "Nobody Home" zu hören, das fehlt mir schon, aber nur wegen der Erinnerung.

Im Alter wird man halt sentimental,-)))

Schöner Nebeneffekt des weniger hörens: man macht selber mehr Musik und schreibt auch eher was eigenes und mehr, als früher. Mir gefällt's.


Macht's gut!




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