Re: (Amps) Probleme mit dem Bandsound....


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Beitrag von Ben Princeton vom März 05. 2008 um 15:34:32:

Als Antwort zu: Re: (Amps) Probleme mit dem Bandsound.... geschrieben von Michael (Jacuzzi) am März 05. 2008 um 12:53:49:

Hallo Michael,

danke für die ausführliche Antwort.
Das meiste ist sicher richtig, alles will ich so nicht gelten lassen:

1. In einem deiner Antwortpostings schreibst du sinngemäß, aus dem Equipment deines Mitklampfers käme mehr oder weniger "ein hässliches Mittengeräusch". Enschuldigung, aber das klingt verschärft danach, als müsstest du ehrlicherweise zugeben, dass du seine Art zu spielen nicht besonders magst. Und wenn diese Vermutung nicht ganz falsch ist, hat sich die ganze Erquickment-Diskussion auf einen Schlag erledigt. Dann ist es übrigens auch egal, wie gut man sich menschlich versteht, und es ist weiterhin überhaupt nicht zielführend, ein offenes Wort zu wagen. Hier gibt es dann nur noch eine ganz simple Alternative, und die ist: Akzeptieren oder trennen.

Das mit dem häßliche Mittengeräusch hab ich bewußt überspitzt formuliert. Wenn mir die Art wie er spielt nicht gefallen würde, dann würde entweder ich oder er nicht mehr in dieser Band spielen.


2. Dass bestimmte Leute auf eine bestimmte Art und Weise klingen (z. B. nach einem "unangenehmen Mittengeräusch") liegt außerdem nur zu einem ganz geringen Teil am Equipment.
Wer auf der Klampfe ein in deinen Ohren "hässliches Mittengeäusch" produziert (und sich das im Laufe von Jahren als Stil so angeeignet hat), der wird auch über so erlesene Gerätschaften wie einen Orange Rockerverb und eine Gibson ES 345 immer noch nicht wesentlich anders klingen. Das gilt zwar nicht in 100 Prozent aller Fälle, aber doch in den allermeisten, und es gilt natürlich auch umgekehrt, wie wir in diesem Forum oft und immer wieder festgestellt haben: Ein (schönklingender und gutbestückter) Gitarrist klingt zumeist auch über schlechte Geräte noch nach sich selbst. Der Ton kommt eben aus den Dingern.


Wie er mit einer Gibson ES über einen Orange ohne Multi klingen würde - genau das würde mich interessieren. Es ist mir schon klar dass jeder Gitarrist nach sich selbst klingt, egal ob mit einem Kofferradio oder aus einem 3000 Euro Boutique Amp. Aber wenn der Amp besser klingt, wird auch der Gitarrist besser klingen, da der Ton aus dem Lautsprecher kommt und nicht aus den Fingern.


3. Weiter: Ihr seid natürlich total überinstrumentiert, das hast du ja selbst auch schon ehrlicherweise angedeutet. Wer so bestückt ist wie ihr, muss schon ziemlich gut sein, damit es klingt, und das sind eben nicht alle. Eure Kombination ist mit einer Orgel und deiner auf "Ich-will-alle-meine-Frequenzen-hören-Schönklang" getrimmten Klampfe ein besonders krasser Fall. Ich habe hier schon einmal was kategorisches dazu geschrieben, für wie schwierig ich Orgel und Klampfe halte, aber Orgel und zwei Klampfen ist schon was für Sisyphus. Das wird nix, selbst wenn deine Mittenschleuder ihren Stil und ihr Equipment aufmöbelt.

Dass es schwierig ist mit dieser Instrumentierung und dass es dabei wesentlich auf das Arrangement ankommt, weiß ich. Da liegt sicher noch viel Potential.
Dass es anders geht hat sich z.B. gezeigt als er mal bei einer Probe nicht da war und der Sänger mit einer Ibanez Semi direkt in den Valvestate gespielt hat. Es war insgesamt wesentlich leiser und es hat sich jeder gehört.
Meinen Amp stell ich meistens während dem Spielen ein, so dass es möglichst wenig Überschneidungen mit den anderen Instrumenten gibt. Wenn ich alleine oder zuhause im Wohnzimmer spiel, sieht das völlig anders aus.

Schöne Grüße, Ben



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