Re: (Technik) Effekt-Hascherei


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Beitrag von Rick_plays_the_blues vom August 24. 2007 um 05:52:11:

Als Antwort zu: (Technik) Effekt-Hascherei geschrieben von benschman am August 23. 2007 um 18:01:37:

Hallo Benschman,

also zuallererst wirfst Du meiner Meinung nach zwei unabhängige Dinge in einen Topf: Effekte und Leistung/Watt. Da hat das eine mit dem anderen ja nur herzlich wenig zu tun.
Wieviel Watt jemand tatsächlich braucht, hängt sehr von den Randbedingungen ab - Leo Fender hat ja den Twin nicht deshalb entwickelt, weil er sich dachte vier Röhren bringen mehr Glück als zwei ..... ;)
Also klare Sache hier: Hängt vom musikalischen Umfeld und den Auftrittsorten ab. Gute Amps haben außerdem einen Lautstärkeregler, so daß man nicht je Bühne einen passenden Amp braucht, sondern einer ausreicht, der das Größte abdeckt und den man zurückregelt für kleinere Bühnen.
Dummerweise sind halt die kleineren Röhrenamps grad so richtig modern, weshalb jetzt jeder nen kleinen Amp für die kleine Bühne braucht - weil klingt ja viiiiel besser und ist so schön leicht usw.
Versteh mich nicht falsch: ich finde grade zB den VC15-110 von Laney auch selbst sehr cool - geiler Amp und tatsächlich für viele, wenn sie mal genau darüber nachdenken würde, wohl ausreichend (Wer von den Hobbygitarristen "braucht" denn schon mal nen 100W Recto usw.).
Aber das Ding mit der Modeerscheinung ist halt auch auffällig: kleine Combos sind gad der absolute Renner.

Effekte ist was anderes: kein Gitarrist "braucht" Effekte. Man hört die Gitarre auch ohne Effekte ;)
Jetzt kommt aber wiederum je nach Musikstil doch ein gewisser Bedarf nach Effektsounds auf. Dann hat man eben ein Bodenpedal, dann zwei, dann vier, dann acht und dann ein MultiFX, weil man zuletzt mal nachgezählt und erkannt hat, daß man ja selbst nur zwei Füße hat ....
Dann reden einem die Kollegen solange ein, daß ein MultiFX Klang klaut, bis man es selbst hört, dann geht man zurück auf nur Zerrpedal, dann will man doch ein Delay, und einen Chorus, und ... und ... und ;)

Ich versuche einfach, GAS Attacken so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen bzw. sie durchzustehen. Ich "brauche" ganz bestimmt nixhts, was ich nicht schon habe. Und das allermeiste davon klingt sogar ausgezeichnet. Warum soll ich das ändern wollen? Ich verstehe mich dann nach überstandenen GAS-Attacken selbst nicht - scheinbar ist das echt eine unheilbare Gitarristenkrankheit.

LG,
Wolfgang


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