Re: Wissen was man spielt?
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Beitrag von groby vom Februar 08. 2007 um 10:39:07:
Als Antwort zu: Wissen was man spielt? geschrieben von UliS am Februar 06. 2007 um 16:17:10:
Hi.
Ich verstehe die Diskussion "Eier" versus "Hirn" nicht so ganz.
Wichtig ist auf'm Platz. Und wie ich es schaffe, auf'm Platz dazustehen, ist nur Mittel zum Zweck.
Auf einem Carl Verheyen Workshop auf dem ich mal war, wurde für mich eins extrem deutlich: Man muss möglichst ad hoc eine Ahnung davon haben, welche zur Verfügung stehenden Töne welchen Effekt in der jeweiligen musikalischen Umgebung haben.
Und die Besten schaffen das nicht über den Umweg des dauernden Nachdenkens "online". Sie schaffen es weil ihr Wissen um das Instrument und um harmonische Möglichkeiten derart in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass sie in kompletter Intuition jeden Gedanken umsetzen können. Und erst wenn die Intuition da ist (durch genügendes Harmonie-Lehre-Pauken oder durch instinkt-schärfende Spielpraxis ist für mich völlig egal), dann ist es möglich, loszulassen und "direkt" zu spielen.
Und wenn die Leute dann behaupten "I always play from the heart" oder so'n Kappes, dann finde ich das oft auch ein wenig lächerlich. Nur "from the heart" oder anderen Körperteilen spielen zu können, muss man sich erst leisten können. Egal wie man das schafft. Wichtig ist auf'm Platz.
Also das angefragte Motto "Wissen was man spielt" würde ich ersetzen durch "irgendwie Ahnung haben, was alles geht". Ich fühle mich auch gerade an diesen alten Posting-Batzen erinnert. (Oh, Gott, das ist vier Jahre her.)
Gruß, robert /
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