Re: (Band) Was zum Teufel muß ich eigentlich noch tun...


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Beitrag von Kurt vom Januar 02. 2006 um 12:56:16:

Als Antwort zu: (Band) Was zum Teufel muß ich eigentlich noch tun... geschrieben von Woody am Dezember 30. 2005 um 01:27:45:

Hi Woody,

gutes Neues Jahr erstmal.

Eine Jazz/Fusion-Band zu finden in Köln? Müßte eigentlich machbar sein, aber:

Die Mitmusiker müssen neben der notwendigen Sympathie auch noch unerläßliche musikalische Qualitäten mitbringen:
- Beherrschung des Instruments und eines gewissen Repertoires sowie der Musikgeschmack sollte halbwegs mit dem eigenen Können + Vorlieben zusammenpassen - aber wie oft liest man in Anzeigen den Satz: "Keine Anfänger, keine Profis!" ???
- Für wie lange soll das Bandprojekt stehen? Profis wechseln oft nach kurzer Zeit, (Noch-)Amateure oder Studenten (davon gibts in Köln ja viele) haben womöglich einen Karriere-Ergeiz, der mit den eigenen Zukunftsplänen nicht zusammenpaßt
- Die Wichtigkeit der Band sollte für alle in etwa gleich sein. Es macht keinen Spaß mit jemandem, der das Projekt nicht ernst nimmt.

Ich unterstelle mal - mangels persönlicher Kenntnis - du bist Amateur mit einigen Ansprüchen.

Meine Tips für die Bandsuche:

1. Workshops, am besten mehrtägige oder 1 bis 2wöchige. z.B. in Bielefeld am SOBI ("Sommerjazz 2006" im August) oder in Erlangen (www.jazzworkshops.de) an Ostern oder in Trier (im Jazzclub Eurocore, im Oktober - da muß man sich allerdings mit einer Band anmelden, ähem) oder in Chodiez in Polen (im August). Auf der Website des Jazz-Insituts Darmstadt findest Du unter "Adressen" einen Link zu Workshops (in Dtld. und international):
http://www.darmstadt.de/kultur/musik/jazz/de.htm
Was ist das Gute an Workshops? Es kommen keine Vollprofis, da das Niveau dort zu niedrig ist. Es kommen keine Anfänger, da das Niveau zu hoch ist. Es kommen (je nach Workshop) die unterschiedlichsten Instrumente und Stimmen zusammen. Du kannst Dir die Leute ein paar Tage lang anschauen+anhören und sie kennenlernen. Workshops machen Spaß und man lernt was dazu.
Nachteil: Workshops kosten Geld. Und sie sind meistens nicht in der Nähe deines Heimatortes.
Auf Jazzworkshops gibts oft abendliche Jam-Sessions, die evtl. öffentlich sind. Hingehen, zuhören, anquatschen.

Ich hatte Glück und habe in Erlangen auf dem Workshop vor 2einhalb Jahren die Leute für eine neue Band gefunden. Allerdings wohne ich in Bamberg, die Proben finden in der Umgebung von Nürnberg statt. 80 km Fahrt einfach. Aber es lohnt sich.

2. Jam-Sessions. Davon müßte es in Köln doch viele geben? Wahrscheinlich sind sie von Studenten der Musikhochschule übervölkert, also sind zuviele Cracks unterwegs ...? Die Leute, die man dort kennenlernt, sind meistens offen und können sich ohne viel Aufhebens auf Mitmusiker einstellen.

3. Musikschulen. Womöglich ist das Niveau dort zu niedrig. Aber Private Institute, Hochschulen oder Musikfachschulen zielen meist auf eine professionelle Karriere ab, da finden sich keine Leute für eine längerfristige Band. Bei allen möglichen Ausbildungsstätten würde ich raten: rausfinden wer die Lehrer sind, diese direkt ansprechen oder anrufen und nachfragen, ob sie Schüler haben, die für Dein Projekt in Frage kämen. Die sind meist sehr dankbar, wenn sie irgendwo einsteigen können.

Viel Erfolg
Kurt


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