(Sonstiges) G.A.S.-resistent?


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Beitrag von ESPedro vom Dezember 23. 2005 um 15:56:43:

Liebe Gemeinde,
letzten Mittwoch fand ja ein kleines Aussensaitertreffen in Köln statt.

Mathias und ich haben uns schon am Nachmittag in der Stadt getroffen um den einschlägigen Fachhandel aufzusuchen, um zu sehen, ob es etwas Interessantes gibt.

Wir haben uns also auf der Aachener Staße vor dem Guitar Center gegen 15 Uhr getroffen.Die Auswahl dort ist beeindruckend, hat uns aber eher erschlagen als genutzt.Aufgefallen ist uns, das es zwar nicht viel Neues gibt, aber viel Altes wieder aufgelegt wird,so hingen zum Beispiel neben den Klassikern und deren Kopien einige Danelectros (eigentlich US-Hertiecasters) da, und Burns war auch vertreten (Jim Burns ist `99 verstorben!?!).Eine "Scorpion" hat mich interessiert, wei ich noch sowas (Bauj.`80) habe.Aber die Neue hat mit der Alten außer grob die ähnliche Form, nichts zu tun. Verarbeitung,Material,Optik, alles Sch****. Für mich wäre sie geschenkt zu teuer.Einzig eine Hänk Marwin Szignätsche kam ungefähr an das ursprüngliche Burns-Niveau heran und klang auch (trocken) recht ordentlich.

Da ich noch eine richtige Jazzmama suche, fiel mir eine Framus AZ 10 ins Auge. Die klang sehr gut und ließ sich trotz der dicken, geschiffenen Saiten sehr leicht und komfortabel spielen. 1T hat sie auch angespielt und hatte plötzlich des Rätsels Lösung: die Halsrückseite ist asymmetrisch. Und dadurch, das da, wo mehr Kraft gebraucht wird, auch mehr Fleisch, nein, mehr Holz am Hals ist, kommt dieses sehr komfortable Spielgefühl. Die Verarbeitung und einige sonstige kleine Features überzeugen an der Gitarre, so das sie ihren Preis (1950 Euro v. V.) wohl wert ist.

In die Soundkabine haben wir uns nicht getraut, um die Gitarre auch verstärkt zu testen, jedesmal, wenn die Tür da aufging, schwappte eine Welle von Lärm in den Laden, der sich anhörte, als hätte jemand eine LKW-Ladung klatschnasser Fritten in viel zu heißes Fett gekippt. Da waren wohl ein paar Metalljunghandwerker am Werk.

Die nächste Station war Musikhaus Tonger, das mal eine kleine, aber feine Gitarrenabteilung in der Ladenstadt hatte, jetzt aber umgezogen ist und nur noch eine kleine Akustikabteilung hat. Dort haben wir kurz 2 Takamines angespielt, gleiche Bauform, aber die eine (Sound wie eine Pappschachtel, schlechte Bespielbarkeit, 350 Euro) war imho keinen Cent wert, die andere dagegen mit brilliantem Klang, sehr schöner Ansprache und sehr guter Bespielbarkeit überzeugte (799 Euro).

Also auf zu weiteren Taten und wir marschierten zum Musik Store. Dort wurden wir wieder von der Masse des Angebotes erschlagen.Zuerst wurde die Abteilung mit dem großen G besichtigt, wo 1T mich auf eine Les Paul in "fadet Cherry Sunburst" mit den Worten aufmerksam macht: Guck mal, da durfte der Lehrling auch mal!Der rötliche Schimmer auf der Riegelahorndecke sah aus, als wäre er vom Stift (ist der Ausdruck noch politisch korrekt, oder muß man jetzt Azubi...) mit dem Weißquast draufgeschmiert worden.Das ganze für 2700 Euro. Versöhnt hat mich dann wieder eine SG des gleichen Herstellers, einteiliger Mahagonikorpus, einteiliger Mahagonihals, und kleinem Schlagbrett.Klassisch eben. Wenn da noch statt der Humbucker P90zischs draufgewesen wären...

Die Jazzmamaabteilung voller Idefix-Artcores (bekanntlich 1T´s Lieblingsmarke), alle mit der gleichen (Fototapeten-)Wölkchenahorndecke.

Für die Soundkabime galt hier das gleiche wie oben geschrieben,nur das dort wohl ein Schild angebracht ist (erzählte uns Woody später), das E Dur, A Dur, C Dur und das Riff von Smoke on the water nicht gespielt werden darf.

Das ganze Riegel- und Wölkchenahorn ging uns dann auch ziemlich auf den Zeiger, so das uns letztlich 2 Les Pauls (Store Hausmarke),eine in Tranlucent Burgundy Red, die andere in Tobacco Sunburst mit ganz normalen Ahondecken optisch am besten gefielen.

Dann wurde es Zeit, zum Früh aufzubrechen.Wir haben den Laden verlassen

und nichts gekauft!!! Garnichts!!! Überhaupt nichts!!!

Noch nicht mal ein Plek für 50 Cent beim rausgehen an der Kasse.
Wir sind also vollkommen

G.A.S.- Resistent.

Beim Früh, wo wir dann pünktlich um 19 Uhr die Räumlichkeit betreten haben, kam dann auch Woody,nachdem wir das erste Kölsch schon getrunken haben (Durst hatten wir allerdings einen recht ordentlichen bekommen bei unserm Zug durchs Dorf),mit seiner Liebsten und gegen 21 Uhr kam auch JacQui dazu.Die Reibekuchen kamen in einem sehr schönen Honey-Sunburst daher,waren von der Größe so gestaltet, das die Anzahl von vier Stück ausreichte, um unseren recht ansehnlichen Hunger zu stillen, und schmeckten nach dem Besten, was Omas Küche zu bieten hatte.

Woody´s Idee von der Gründung einer Band, die richtig schlechte Musik gut spielt (so Schlager a´la Marianne Rosenberg u.ä.)lässt mich garnicht mehr so richtig los. Da sag mal einer, beim Kölschtrinken könnte man nicht kreativ werden...

so ich hoffe, ich hab euch nicht allzusehr gelangweilt mit meinem Geschreibsel und wünsche allen

ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

nen leeven Jrooß

Peter




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