(Gitarre) Meine erste Ibanez
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Beitrag von Matthias vom Dezember 03. 2004 um 16:19:34:
Liebe Gemeinde!
Seit ein paar Tagen bin ich Besitzer meiner ersten Ibanez. Und das kam so.
Bereits seit längerer Zeit habe ich über den Kauf einer elektroakustischen Gitarre nachgedacht. Meine beiden Hauptgitarren sind gute Instrumente, die mir für die ganz wilden Kneipensessions dann doch zu schade sind. Ich spiele regelmäßig bei Sessions, die deutlich chaotischer sind als Aussensaiter-Sessions. Feinheiten gehen da unter. Zu diesen Sessions fahre ich auch im Winter mit dem Fahrrad, die Klampfe im Gigbag auf dem Rücken. Das ist für ein vollmassives Instrument nicht so toll und ich werde auch gerne unruhig, wenn ein völlig Fremder zu einer meiner beiden Hauptpfannen greift, während ich gerade pinkeln bin oder so. Eine Klampfe, die auch mal im Auto bleiben kann, wollte ich. Eine, die ich in einer lauten Rockband spielen kann. So der Plan.
Das Fernabnahmegesetz und das Internet sind ja toll. Nach längerer Recherche orderte ich bei Thomann. Diesen Laden weiß ich immer mehr zu schätzen. Bestellung problemlos, Lieferung prompt.
Das Instrument
Es ist eine Ibanez AEG 10 bk geworden. Der Name klingt nach Waschmaschine und ich weiß noch nicht ob ich sie nun Idefix, Bauknecht oder Bosch nennen werde. Mit allen Sozialleistungen wie Versand etc. hat das Ding 300 Öre gekostet. Das ist bei Verlust immer noch schmerzlich aber noch zu verschmerzen und die Kiste ist ersetzbar.
Die Klampfe ist etwas größer als eine Paula, vollständig aus Sperrholz, schwarz lackiert und hat einen Fishman-PU und Preamp mit Autoradio in der Zarge.
Selbstverständlich hatte ich mich schon durch Fotos davon überzeugt, dass mir die Klampfe optisch gefallen würde. Hässliches Instrumentarium kommt mir nicht mehr ins Haus.
Die Pflicht
Raus aus dem Karton und stimmen. Oktavreinheit ist okay, der Korpus liegt gut unter dem rechten Arm. Die Halsform ist meiner Strat ähnlich, eher zierlich als fett aber auf jeden Fall problemlos spielbar. Die Mechaniken laufen ungemein geschmeidig, fühlen sich aber dennoch billig an.
Am Akustikamp kommt ein beeindruckender Sound raus. Voll, rund und fett und ohne Zweifel eine Steelstring. Im Vergleich zu meinen Lakewoods (verstärkt) scheint die Ibanez auf das allererste Hören sogar fast besser zu sein. Beim zweiten Hören ist sie flacher, etwas weniger ausdrucksstark. Deutlich weniger Klangfarben und ein erheblich schmalerer Dynamikbereich. Brauchbar? Mehr als das. Wirklich überraschend gut. Am Amp, wohlgemerkt.
Die Kür
Die schwarze Lackierung ist natürlich nicht so spiegelglatt wie bei einem Flügel. Die sehr schmalen Bünde müssen poliert werden, das Griffbrett schreit nach Öl. Der zweite Gurtpin fehlt.
Ohne Amp ist das Ding leise und so was von langweilig. Um jemanden ein paar Parts zu zeigen, geht das alles. Aber Akustikgitarre kann man darauf nicht spielen. Ich würde diese Gitarre auf keinen Fall einem Anfänger geben, darauf kann man nicht richtig spielen lernen.
Fazit
Bingo. Für meinen Einsatzzweck mehr als brauchbar. Am Dienstag kommt der erste Einsatz, vorher werden die Themen Griffbrett, Bünde und Gurtpin schnell erledigt. Fertig.
Fröhlich bleiben!
Matthias
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