Re: (Philosophie) einsame Insel


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Beitrag von Martin Abend vom März 03. 2004 um 01:03:34:

Als Antwort zu: (Philosophie) einsame Insel geschrieben von Matthias am März 02. 2004 um 18:42:40:

Hey Matthias,

ich liebe solche listen, langweilen tut mich das kein stück. also her damit, wenn fertig!

Hier ist meine:

1. Harry Smith's Anthology of American Folk Music

Für mich die Mutter aller Songs. It's all there: Grosse Lieder, kranke scheisse, muss man kennen und lieben, finde ich. Und Bob Dylan. Und Nick Cave. und...
2. Le mystère des voix Bulgares - 1+2 * Diques Cellier

Die schönste Musik der Welt, die nicht von dieser ist. Kann ich kaum ertragen.

3. Neil Young - Tonight’s the night

Neil Young an einem emotionalen Tiefpunkt, Roadie tot, Gitarrist tot, was macht man: Man versammelt sich, kifft sich die Birne weg und schaut mal, was noch übrig ist. Das war damals gottseidank ne ganze Menge. So tief lies er sich nie wieder in die Seele blicken.
4. Talk Talk - The Colour of Spring / The laughing stock

Mark Hollis und Tim Freese-Greene sind Genies. So. In ihrer Sonderstellung vergleichbar mit Kid A/Amnesiac. Ich frage mich, ob die die anders sozialisiert wurden, oder ob Heroin vielleicht doch besser ist als gedacht. Wie kriegt man solche Musik zustande?
5. The Band - The Band * Capitol 1969

Ur-Amerikanische Musik von 4/5 Canadiern. So wie Levon Helm spielt kein Mensch Schlagzeug. Alleine die Vocals: Eine Band mit 3 erstklassigen Sängern - wo gibt's das schon. Für mich eine echte Legende.

6. U.S. Maple - Long hair in three stages * Skin Graft 1997

Die einzigen, die Trout Mask Replika verstanden haben und das weiter entwickeln konnten. Unglaubliche liveband. Klingt oft wie improvisiert, ist es aber nicht.
7. Richard Buckner - since * MCA 1998

Singer/Songwriter mit der Chicago-Posse als backup-band (McEntire, Grubbs u.s.w.) So sollte sowas heutzutage klingen, und so gut war Buckner auch nie mehr. Perfekte Songs, perfekte arrangements, hier passte alles zusammen.

8. John Prine - Souvenirs * ulfTone 2000

Prine hatte eine lange Karriere, hat viele tolle Songs für sich und andere geschrieben, ist aber immer mehr im Hintergrund geblieben. Dann kam der Kehlkopfkrebs, der ihm den halben Hals kostete. Nach der OP war Prines Stimme tiefer, er musste seine ganzen Songs nochmal lernen. Dann hat er sich mit ein paar Freunden in eine Hütte eingeschlossen und seine Lieblingssongs neu aufgenommen. Mit einer Innigkeit, die ihresgleichen sucht.
9. Gram Parsons – GP / Grievous Angel / Live 1973

Der Vater des Alt.country. Was für Songs. Hat Emmylou Harris "entdeckt".
10. The Louvin Brothers - Satan is real

So, wie Brüder singen, singen nur Brüder. Die hier fand ich immer die besten. Tief religiöses Songmaterial, das in den Kanon einging.


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