Re: (Gitarre) Hotel California


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Beitrag von Tom(2) vom April 09. 2002 um 12:02:54:

Als Antwort zu: (Gitarre) Hotel California geschrieben von chicago am April 09. 2002 um 11:20:56:

: Aber das ist ja irgendwie auch nur C-Dur nicht mehr auf C gespielt (hoffe, den ech talten Altsäcken fallen jetzt nicht die letzten Haare aus).

hihihi, jetzt muss ich erstmal die broetchen kruemel und den kaffee aus der tastatur bekommen, bevor ich dir antworten kann...
... also, genauso habe ich die Kirchentonleitern auch verstanden, du spielst c-dur-diatonisch, aber der bass zb nudelt auf "e" rum - schon spielst du e-phrygisch.
Da du aus den diatonischen Tönen der c-durtonleiter (genaugenommen mit deren intervallen), je nachdem, mit welchem ton du startest, eine der kirchentonleitern "generierst", kannst du eigentlich immer c-durtonmaterial spielen (ok, jetzt mal so exotische konstrukte wie F# phrygisch oä aussen vorgelassen).
Das das komisch klingt, liegt lediglich an unserer Intervall-hör-gewöhnung an die "klassische" Dur- oder Moll Tonleiter.
wenn du zb die c-dur-töne von "e" bis "e" spielst, klingt das zweimal so, als hättest du zu früh oder zu spät den anfang bzw das ende deines laufes erreicht - wenn du das "c" passierst. Irgendwie ist unser gehör darauf geschult, nach a, h, das "C" als "finale" zu erwarten.
Deshalb finde ich die Verwendung von Kirchentonleitern dann sinnvoll, wenn man sich kurze abschnitte "rausnimmt" und sie in die "normalen" skalen mit einbaut - damit kann man interessante melodien bekommen - es kann aber auch einfach nur scheisse klingen :))
gruss
Tom


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