Re: (Amps) Kabelfrage
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Beitrag von Ingo Z. vom Januar 01. 2002 um 15:25:18:
Als Antwort zu: Re: (Amps) Kabelfrage geschrieben von Woody am Dezember 31. 2001 um 13:40:02:
Moin und ein wunderbares 2k+2 an alle Aussis :-)!
: Also aus rein Signaltechnischen Gründen ist ein Fetter Querschnitt immer wünschenswert, da die Elektronenbewegung auf Leitern immer auf der Oberfläche stattfindet und somit der Wiederstand geringer wird, was sich bei Hohen Frequenzen positiv wirkt. : Großer Querschnitt => Große Oberfläche
Das ist prinzipiell völlig richtig, man beachte aber die RELATIONEN ! Das ist überhaupt immer das wichtigste! Ist ein spürbarer Einfluß da oder nicht? (Die Relativitätstheorie gilt auch beim Autofahren...)
1) Der Skineffekt wird über die sogenannte EINDRINGTIEFE der Stromdichte in den Leiterwerkstoff beschrieben. Innerhalb des hörbaren Frequenzbereiches ist der Skineffekt zwar vorhanden, aber IMMER VERNACHLÄSSIGBAR,
2) Der Skineffekt verdrängt also den Strom auf die Leiteroberfläche, was sich als Erhöhung des Wirkwiderstandes äußert. Der Wirkwiderstand ist aber bei Kabeln meistens ohne Bedeutung, lediglich bei hohen Strömen sollte er nicht zu hoch sein, das wird aber durch die Wahl des richtigen Querschnittes gelöst, auf den der Skineffekt dann auch wieder kaum meßbaren Einfluß ausübt...usw.
: Die Kapazität des ganzen ist nicht nur vom Kabelquerschnitt abhängig, sondern mindestens ebenso von der Entfernung Phase/Schirmung und von der Permeabilitätszahl des Dieelektrikums, einfach formuliert den physikalischen Eigenschaften der Isolationsschichten zwischen der Phase und dem Leiter.
Absolut korrekte Beschreibung ! Die Querschnitts-Abhängigkeit begründet sich NUR über die unterschiedliche Oberfläche, letztlich ist die Leiteroberfläche für die Kapazität maßgeblich. Aber Zugegeben: Ich bin aus Vereinfachungsgründen nicht auf alle EInflüsse eingegangen. Wobei die Permeabilität "mü" die Magnetisierung beschreibt, beim Epsilon heißt das ... ach ich bin zu faul, jetzt nachzusehen, ich glaube, es hieß Suszeptibilität (?).
: Man müsste sich an dieser Stelle das Kabel ganz genau ansehen, um Abschätzen zu können, wie es sich im Vergleich zu anderen Kabeln auf den Sound auswirkt. (Hörtest ist einfacher ;-)
Letzteres: Ohne Smily würde ich ernsthaft NEIN sagen :-) ! Die Kabelkapazität ist selbst bei schlechten Kabeln zu gering, um verschiedene Kabel "Zu hören". Wiederum muß man hier die Wahrnehmbarkeitsschwelle beachten.
O.k., zu dem anderen ist nichts hinzuzufügen.
Grüße, Ingo Z.
N.P.: Marcus Miller "Life 'n more"
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