Re: endstufe zu leise


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Beitrag von Udo vom Januar 01. 2002 um 11:14:56:

Als Antwort zu: endstufe zu leise geschrieben von peaveyer am Dezember 31. 2001 um 19:28:13:

Servus peaveyer,


hier mal die Kurzfassung:

Zur Vorstufe:
Die ist in Eurem Mischer schon mit drin. Phantomspeisung braucht Ihr nur bei Kondensatormikros - kein Unterschied beim Ein- und Ausschalten derselben heißt also, daß Eure Mikros keine PS benötigen (dynamische Mikros). Wichtig ist, daß die Mikrokanäle gut ausgesteuert sind (Gainregler, PFL-Aussteuerungsanzeige, s. Bedienungsanleitung Mischer). Am Equalizer schadet ein leichtes Absenken bei 200-300 Hz meist auch nicht, da viele Mikros hier einen Buckel im Frequenzgang haben.

Compressor:
Regelt den Ausgangspegel ab einer eingestellten Schwelle in einem eingestellten Verhältnis zum Eingangspegel zurück und verringert somit den Dynamikumfang des Signals. Der Pegelunterschied zwischen Geflüster und Geschrei wird somit geringer; Leises kommt einem lauter und Lautes leiser vor.
Für Gesang ein Standardeffekt, aber in Eurem Fall (noch) kein Muß.

Boxen:
Darüber verlierst Du kein Wort?
Boxen sind wichtig, weil ohne Boxen eine 10kW-Endstufe keinen Deut lauter ist, als eine mit 50W (lol)...
Im Ernst jetzt: Mit ordentlichen Boxen sollte eine 750W-Endstufe wirklich ordentlich was wegblasen. Ich nehme an, daß Ihr zwei Boxen (also eine pro Endstufenseite) habt und die Boxen wahrscheinlich je 8 Ohm haben. Die Endstufe bringt in diesem Fall zwar nicht die volle Leistung (wohl um die 500W), aber wie gesagt ist das im Proberaum mehr als ausreichend.

"Überschlagen der Mikros":
Ich nehme jetzt mal an, Du meinst Feedback. Auf alle möglichen Ursachen dafür will ich hier nicht eingehen, aber man sollte die Aufstellung von Mikros und Boxen so wählen, daß die Mics nicht den Boxen zugewandt sind.
Feedback ist ab einer gewissen Lautstärke nicht zu vermeiden (gerade in kleinen Räumen); Verbesserung bringt eine Grafik-Equalizer, mit dem man rückkoppelnde Frequenzbereiche einfach absenkt.


Ende vom Lied:
Da Euer Basser ja bereits Feedbacks produziert, ist ja wohl schon einigermaßen Lautstärke mit von der Partie - lauter ist also nicht die Lösung, die Marschrichtung heißt stattdessen klarerer, besser eingestellter, definierterer Sound.
Man kann natürlich auch als Laie mit learning by doing Verbesserungen erreichen, aber als PA-Einsteiger würde ich mir das Ganze mal von einem qualifizierten Menschen (PA-Verkäufer, Tontech, etc.) einstellen lassen und ihm dabei über die Schulter schauen.

Gut Pegelregel und ein goiles Jahr
Udo


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