Re: (Band) Probe ausgefallen - was nun?


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Beitrag von Harvey vom Dezember 11. 2001 um 23:34:51:

Als Antwort zu: (Band) Probe ausgefallen - was nun? geschrieben von Friedlieb am Dezember 11. 2001 um 22:26:02:

Ist mir heute gerade wieder passiert: Hab´ für die ersten 10 Autobahnkilometer schon 1 Stunde gebraucht (soviel wie für die ganze Strecke), stauhalber, des Wetters wegen. Per Handy die Probe abgesagt, kurz bevor die anderen aus dem Haus waren, und umgedreht Richtung Heimat - war nach insgesamt zweieinhalb Stunden wieder zu Hause. Hab´ die Zeit im Auto dazu genutzt, mir die auf der letzten Probe gemachten Aufnahmen mit den neuen Arrangements wieder und wieder anzuhören.

So was ist natürlich ein "objektiver" Grund, eine Probe kurzfristig abzusagen.

In den zweieinhalb Bands, in denen ich spiele, ist das eigentlich kein Problem, da alle (Ehrgeiz ist das falsche Wort) mit einem guten Gefühl auf die Bühne gehen wollen und wir uns meist ohne zu diskutieren einig sind und ein gutes Gespür dafür haben, was an Probenzeit noch nötig ist - nötigenfalls wird eben noch eine eingeschoben, wenn möglich.

Wenn nicht - wird live eben ein bißchen improvisiert in jedem Sinne, nur locker bleiben ...

Wenn jemand plötzlich aus sehr subjektiven Gründen absagt, wird das auch klaglos akzeptiert, ohne groß nachzuhaken und das in Frage zu stellen, egal ob eine für denjenigen "wichtige" Verabredung dahintersteckt oder er einfach fix und foxi ist und eine Probe mit ihm sowieso nichts bringen würde, weil er in den Seilen hinge.

Am besten kann das nur jeder selber beurteilen, wann bei ihm z.B. eine Leistungsgrenze überschritten ist und er mal "nein" sagen muß, und das sollte er ohne Kontrolle, Rechtfertigung und Schuldgefühle sagen können, finde ich.

Klar kann einem selbst dann auch schon mal "der Hut hoch gehen" - was für den ein wichtiger Hinderungsgrund ist, scheint dem anderen vielleicht lächerlich ... das löst aber nichts.

Ist eigentlich alles kein Problem - man muß auch keinen zum Proben prügeln. Wir kennen uns allerdings auch alle schon z.T. sehr lange.

In meinem Beispiel sind es jetzt eben nur noch drei statt vier Proben bis zu den nächsten zwei Gigs - sehe ich eben zu, daß ich zu Hause all das übe, was man eben allein tun kann, damit in den letzten Treffen möglichst wenig an Arrangementfragen etc. noch geklärt oder wiedergekäut werden muß und es nur noch ums "Eingrooven" geht.

Hört sich jetzt alles superklasse und reibungslos an, ich kenne es aber nicht anders. So pubertäre Unzuverlässigkeiten habe ich eigentlich seit den Siebzigern in "meinen" Bands nicht mehr erlebt Daß jemand unentschuldigt z.B. bei einer Probe fehlt, kenne ich überhaupt nicht.

Bei Gigs ist es ähnlich - ich bin ja scharf auf jeden Auftritt, aber wenn jemand meint, er könne an einem Termin partout nicht spielen, mache ich da keinen großen Terror.

Harvey









































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