Re: (Meinung) Quad Cortex oder Tonemaster Pro


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Beitrag von Friedlieb vom Juni 07. 2024 um 14:36:51:

Als Antwort zu: (Meinung) Quad Cortex oder Tonemaster Pro geschrieben von 7enderman am Juni 04. 2024 um 23:27:55:

Hi Mike,

: so reifte die Idee mit dem Modeller /Profiler

gar nicht mal so dumm, wobei du dann natürlich auf der nächsten Aussensaiter-Session vermutlich komisch angeschaut wirst. ;-)
Aber mit einem Modeler (und sei es auch ein analoger wie zB Thomas Blugs AMP1) eröffnest du dir jedenfalls unter vielem Anderen auch die Möglichkeit, auf InEar zu gehen, solltest du das irgendwann doch wollen.

: Fractal Audio - Sounds sind super, aber für mich ist das User Interface Grütze. Das ist individuell und nicht allgemeingültig. 

Als freier Mitarbeiter von G66 bin ich natürlich befangen, deshalb glaub' mir bitte kein Wort, aber ich persönlich sehe das individuell anders, auch ganz ohne diese Voreingenommenheit. Bezieht man die Vielseitigkeit und die Möglichkeit der Fractal-Geräte mit ein, ist das User Interface um keinen Deut schlechter oder eher besser als die Marktbegleiter. Dennoch gibt es natürlich viele, die sich das nicht antun möchten, und wie Martin schon schrieb, ist der Editor dann das Mittel der Wahl. Außerdem betrifft - auch bei allen anderen Modelern - das User Interface primär das Bauen/Bearbeiten von Sounds, nicht das Spielen während eines Gigs.

Du kannst gern mal vorbeikommen und einen Fractal probespielen, oder ich komme mal bei dir vorbei, wenn ich eh schon in Leverkusen bin.

: Lastenheft wäre Einbindung in die DAW und eventuelle, spätere Livenutzung, wenn sich doch nochmal was auftut und final ggf Ersatz der Amps, weil die alle wie sie sind zu schade sind um hier Staub zu sammeln 

Ansonsten könntest du noch die IK Multimedia ToneX-Pedale erwägen, die kommen je nach Größe mit unterschiedlichen Versionen der ToneX-Software. Damit kannst du deine eigenen Amps in der für den optimalen Sound angemessenen Lautstärke profilen und die Profile dann in das Pedal laden. Dann hast deinen Sound im Handtäschchenformat dabei.

Zwei grundsätzliche Anmerkungen noch zu diesen ganzen Konzepten:

- Wenn man Modeling oder Profiling fair mit einem echten Amp vergleichen möchte, sollte man das in der gleichen Lautstärke tun. Wenn du einen echten Amp in optimaler Lautstärke aufnimmst und diese Aufnahme - so gut sie sei - leiser abhörst, wird die Aufnahme allein deshalb nicht die gleiche Wirkung entfalten wir das Original. Das gleiche Problem haben sämtliche Simulations-Ansätze. Sound ist nicht nur Sound, sondern auch Lautstärke.

- Wie NeuralDSP wirbt auch IK Multimedia mit Künstlicher Intelligenz. Ich persönlich denke, dass solche Aussagen primär vom Marketing getrieben sind. Genau so, wie man vor einigen Jahren kein Reinigungsprodukt mehr verkaufen konnte, ohne dass der Name das Wort "Ultra" enthielt, so muss heute alles mit "KI" sein. Es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis die ersten Kaffeemaschinen mit "KI" beworben werden. Eine echte KI mit richtigem LLM und Machine Learning braucht heutzutage noch viel Platz und würde allein durch die Abwärme der Prozessoren die kleinen Gehäuse zum Glühen bringen.

Und zum Abgesang auf die gute alte Live-Musik, die in diesem Thread anklingt: das kann ich im Moment nicht bestätigen. Ich bin im letzten Herbst in eine Beat-Band eingestiegen, zuerst nur als Zweit-Band. Das macht mir sehr viel Spaß und wir haben alle paar Wochen gut besuchte Gigs. Die Resonanz des Publikums entschädigt mich dafür, dass ich da keinen Blues-Rock spielen kann, und das für mich ungewohnte musikalische Material treibt meine Weiterentwicklung an. Fun Fact: ich bin da der Jüngste. :-)

Keep rockin'
Friedlieb




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