Re: (Technik) Sound und Modeller und vieles mehr - nächste Runde


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Beitrag von Rick_plays_the_blues vom Januar 04. 2008 um 14:53:10:

Als Antwort zu: Re: (Technik) Sound und Modeller und vieles mehr - nächste Runde geschrieben von erniecaster am Januar 04. 2008 um 09:41:42:

Hallo Erniecaster,

naja, es werden ja mehr :-)
Ist ja doch ein interessantes Thema.

Merkwürdig finde ich nach wie vor, was diesen Thread ursprünglich ausgelöst hat. Ich hab so ein bisschen den Eindruck, es gibt da die einen, die dieses neue Digitaldingens (AxeFX - kenn ich bis jetzt nur aus der G&B und aus diesem Forum - und weil mir derlei Geräte sowieso immer zu kompliziert und umständlich in der Bedienung sind, interessiert es mich auch nicht, aber egal) nicht wirklich umgehauen hat, und dann die anderen, die das nicht wahr haben wollen.
Aber so ist es nun mal. Mir z.B. ging es mit 412er Boxen so. Als ich endlich das Geld beisammen hatte und mir ein Stack mit 412er hätte leisten können, musste ich feststellen, daß mir von den getesteten 412ern keine so richtig gefallen konnte. Ähnliches gilt in abgeschwächter Form für diverse Marshall-Amps oder z.B. ganz massiv für den Mesa Recto - ich krieg da keinen für mich passenden Sound heraus. Darf doch sein. Und das AxeFX nicht so toll finden darf dann also hoffentlich auch sein, oder? Müßte demnach also nicht zwingenderweise zu einer Grundsatzdiskussion führen.
Obwohl - wenn man mal etwas den Hintergrund und überhaupt das ganze digital/analog-Gezetere beiseite läßt, finde ich das Thema aber durchaus interessant und eigentlich einen Dauerbenner.

Was mich etwas inhaltlich gestört hat, das hat Fenderman-Mike mittlerweile beschrieben (mir war das nicht gleich wirklich klar): Du verfolgst einen relativ starken Schwarz/Weiß-Reglementierungsansatz. Was mich dabei stört: Musiker waren - und sollten immer noch sein - die letzten, die sich an Regeln hielten. Nie waren Amps dafür vorgesehen zu zerren. Die Strat sollte eigentlich Westernmusik machen. Etc pp. Hätten Musiker wie Hendrix oder Clapton sich an damalige Reglementierungen gehalten, sie hätten niemals die Sounds gefunden, die sie zum Glück doch erzeugt haben.
Ich mag das deshalb auch gar nicht, wenn es dann heißt für diesen oder jenen Sound braucht man genau dies oder jenes Equipment.
Natürlich hast Du ganz recht - wenn jemand auf nicht ganz leiser Bühne den ultimativ fetten Heavysound aus einem einsamen 10er im offenen Gehäuse zu drücken versucht, dann muß der Hinweis gestattet sein, daß dies nicht zum Erfolg führen wird.
Viel hängt wahrscheinlich vom Verständnis ab, wie nahe man einem Sound kommen will - soll es eine exakte Kopie werden, oder nur die Richtung stimmen? Da sträubt sich bei mir dann ja schon wieder alles, wenn das Ziel eine exakte Kopie sein soll ..... wozu? Nicht mal in einer Coverband braucht man exakte Kopien vom Original - meiner Meinung nach.

Ein anderer ausgesprochen interessanter Punkt war noch der mit dem Ausprobieren und selbst Herausfinden, was man will und mag und braucht, anstatt sich das von anderen vorschreiben zu lassen.
Gut, dazu sind Foren unter anderem da - die Frage ist nur, ob man die einschlägigen Meinungen, Moden, etc in beinahe religiöser Weise für sich selbst adaptiert, oder ob man sich einfach nur Tipps holt dann aber selbst ausprobiert.

Eine interessante Sache allemal .....

Ich für mich weiß jedenfalls eines: der Tag, an dem es mir gelingt, auf eine quasi professionelle Art und Weise mein Equipment einfach nur als Werkzeug zu sehen, das funktioniert oder nicht, wäre fast so etwas wie der Tag der Heilung ..... daran arbeite ich :-)

LG,
Wolfgang


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