Re: (Amps) Reußenzehn Greenie / Leo Combo
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Beitrag von Jochen vom November 13. 2006 um 12:21:44:
Als Antwort zu: (Amps) Reußenzehn Greenie / Leo Combo geschrieben von fugu am November 11. 2006 um 20:57:41:
Hallo *fugu*?,
Friedlieb hat es ja schon eigentlich gesagt und jetzt komme ich, um das zu relativieren. (Friedlieb, Du willst doch nur, daß ich Dich überhole :-))
Also, ja, ich hatte mal einen Greenie, es war genau der Greenie, der damals in der Gitarre & Bass getestet wurde.
Für einige Zeit konnte ich sogar meinen Greenie und den allerersten Greenie, bzw. den Prototypen für den Greenie, denn den hatte Matthias und er stand ne Weile bei uns im Proberaum, miteinander vergleichen.
Friedlieb hat einen Spider, das ist eigentlich ein Leo Combo als Topteil oder wenn man will ist es der Chicago No.2 in einem anderen (optischen) Design und den konnte ich auch ab und an mal spielen.
Also, der Greenie - halt, vorneweg: mein Greenie war noch die erste Version, also kein Mk.2 - hat zwei Kanäle (Clean und Dirty), kein Mastervolumen, als Klangregelung nur einen Presenceregler und abschließend einen röhrengebuffertten Effektweg, das war es auch schon. Er ist zwar auch ein 100-Watt-Amp, aber seine Vorstufe war so zahm ausgelegt, daß er wesentlich leiser erscheint, als er eigentlich sein könnte. Ich hatte auch mal eine Reussenzehn-Vorstufe und als ich die in den Effekt-Return steckte, um die Vorstufe des Greenie zu umgehen, blies es mich fast aus den Latschen, der Greenie ist also wirklich nur aufgrund seiner extrem zahmen Vorstufe so "leise". Der Ton mit der Reu-Vorstufe hat mir aber auch im Vergleich zum Ton des Greenies nicht wirklich gut gefallen.
Der Greenie Mk2 soll nun etwas mehr Höhen und Gain besitzen, ich habe ihn aber noch nicht gehört, kann dazu also nichts sagen.
Im Test in der G&B wurde damals geschrieben, daß der Greenie zu mittig sei, um z.B. mit einer Les Paul klar zu kommen. Ich sehe das genau andersrum, für mich war dieser Amp ideal für die Les Paul, allerdings brauchte man für bestimmte Sounds dann noch Hilfsmittel.
Die Stärken des Greenie lagen für mich in seiner milderen Art im Vergleich zum klassischen Reussenzehn-Ton, wie ihn z.B. der Leo bietet. Der Greenie konnte wunderbar durch seine zahme, stark gezügelte Vorstufe cleane bis angezerrte Sounds liefern, die durch die notwendigerweise weit aufgerissene Endstufe ein wunderbares Sustain hatten. Er war auch nie spitz oder unangenehm in den Höhen. Ich mochte den Greenie aber nie mit ner Strat oder Tele spielen, das paßte meiner Meinung nach nicht zusammen, Les Paul oder ne 335 waren in meinen Ohren aber gute Gitarren für den Greenie.
Für mehr Gain, konnte man z.B. auch auf einen Daniel D. zurückgreifen, dann wurde (aber) auch das Klangbild etwas frischer. Ein altes Fuzz davor war auch eine tolle Lösung für mich.
Ich habe ihn dann aber doch verkauft und mir einen Marshall JTM45 geholt, denn der kann auch das, was der Greenie kann, er kann aber von sich aus auch noch mehr Gain liefern und man braucht keinen Daniel D.
Mein Daniel D. machte dann auch prompt Zicken, als ich ihn verkaufen wollte, aber zum generellen Thema Reussenzehn würde ich Dir eh empfehlen mal das Archiv zu bemühen und auch in anderen Foren mal zu suchen.
So weit erstmal, bei Fragen: nur zu.
Viele Grüße
Jochen
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