Re: (Philosophie) Bandleading


[ verfasste Antworten ] [ Thread-Anfang ] [ Aussensaiter-Forum ]

Beitrag von ferdi vom Juni 27. 2006 um 18:22:08:

Als Antwort zu: Re: (Philosophie) Bandleading geschrieben von muelrich am Juni 27. 2006 um 09:31:04:

Halli-Hallo,

Zwischen Basisdemokratie und Despotismus (siehe Frank Zappa RIP) gibt es ja ungemein viele Zwischenabstufungen.

si senor.

Ein Beispiel (vollkommen außerhalb eines Bandgefüges):

Ich habe kürzlich in einer Gruppe Menschen gesessen, die einen Verein gründen wollten. Und plötzlich hing die Diskussion. Es ging um eine kleine Nebensächlichkeit, für die es aber dutzende verschiedener Alternativen gab. Und alle guckten sich an und nix ging. Da hab ich das Wort ergriffen, einen Vorschalg formuliert und als Nachsatz gesagt, wenn da jetzt keiner einen anderen Vorschlag macht, dann machen wir das so. Zack, nächster Tagesordnungspunkt.


Das kennt natürlich jeder und natürlich hast du recht. Manchmal muss mal einer den Sack zubinden, nachdem jeder sein Päckchen auf dem Tisch ausgebreitet hat. Das tun bei uns aber nicht immer derselbe, nicht immer dieselben, aber ab und an tut das jeder mal.

Es ist auch nicht so, dass bei uns fünf Egomanen durch pausenlose Machtkämpfe alle gleichauf sind, keinesfalls. Es geht recht demokratisch zu, ich bin zufrieden, ich kann mich auf alle verlassen. Wenn mir ne Saite reißt, dreht Martin etwas auf, muss er mal zwischendurch stimmen, rhythmisiere ich etwas intensiver, vergisst Michael mal ne Zeile zu singen, streut jemand ein Fill ein, fordert Patrick mal wieder durch eine unerwartete Synkope den Wachheitsgrad aller, zwinkern wir ihm zu, und Lorenz' Abrissbirne ist sowas wie Lebenselixier. Die Welt ist schön.

cu, ferdi


verfasste Antworten:



Dieser Beitrag ist älter als 3 Monate und kann nicht mehr beantwortet werden.