Re: (Aussenjam) AJ50: Soundcheck


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Beitrag von Jochen vom April 27. 2006 um 12:36:21:

Als Antwort zu: Re: (Aussenjam) AJ50: Soundcheck geschrieben von muelrich am April 27. 2006 um 11:13:00:

Hallo Uli,

"Vorab: Ich MUSS das signal in den Boss reinschicken, da der ja meine externe Soundkarte ist."

axo, konnte ich nicht wissen.

"Btw: wieso zwei AD Wandler ????"

Na Eingangs- und Ausgangsseitig. Das Signal verläßt den *nizer analog, kommt in den Boss, wird somit digitalisiert und verläßt ihn dann analog wieder. So dachte ich. Wenn Du nun aber sagst, der Boss ist Deine Soundkarte, dann geht es hier aus dem Boss digital weiter? O.k., das wäre dann für mich aber immer och ein Wandler zuviel. :-)

"Die Effekte aus dem Cubase habe ich noch nie benutzt. Die kommen immer aus dem Boss."

Kann man natürlich auch machen, ich bevorzuge bei Aufnahmen momentan aber i.d.R. Softwareeffekte, jedenfalls wenn es um Delay und Reverb geht, da gibt es so geniale Teile, die als Hardware zu kaufen ist heute nicht mehr nötig. Die Lexiconteile gibt es z.B. als Software-FX und was soll man sich da noch ein paar 19-Zöller irgendwohin stellen?

"Ich habe aber einen "Fehler" bei meiner AUfnahme entdeckt. Ich habe nämlich den ersten und den dritten Take in Stereo aufgenommen und den zweiten in Mono. Daher klingt der auch anders."

Ach das war es also, ich wollte nämlich zuerst noch meckern, daß Du die Effekte unterschiedlich eingesetzt hättest, aber Du schriebst ja in Deinem ersten Posting, daß die Effekte unverändert seien - aber nun ist es mir klar und wenn ich es mir nun nochmal anhöre, dann kann ich es nun auch festmachen, so ein Delay wirkt ja in Mono anders als in Stereo.

"Übrigens: Du schrobst, dass das mit dem Sound andere besser können. Dann würde es mich freuen, wenn mir ENDLICH mal jemand ein paar Einstellungsvorschläge zum ausprobieren rübermailen würde."

Das klingt jetzt, als wenn du beleidigt wärst. Ich habe nicht gesagt, daß andere das besser können, sondern daß es Aufnahmen gibt, die besser klingen. Ich habe, nachdem ich meine erste Antwort geschrieben habe, mal Deinen Track und meine durch einen Frequenzanalysator laufen lassen (nen ganz einfachen gibt es z.B. in den Windows Media Player Visualisierungen, hat jeder, heißt dort "Feuersturm" und ist unter "Streifen und Wellen" zu finden. Die Unterschiede waren deutlich, bei Deinem Track gibt es eine deutliche Lücke in den Höhen, bzw. ist da eher recht wenig, da fehlt dann die Definition des Tons.

Nimm z.B. mal den 50er von Andi, da haben die Töne noch einen deutlichen zu erkennenden Anschlag und sind klar definiert, selbst wenn er nen mittig singenden Ton spielt hat er immer noch einen deutlichen "Schmalz" in den Höhen, die Töne sind getrennt das macht die Sache einfach lebendiger. Bitte jetzt hier nicht mit Legatospiel verwechseln, ich meine eine andere Trennung, klanglich sind die Töne klar definiert, selbst wenn sie ineinanderfließen sollen. Ist etwas schwierig zu beschreiben.

"Hier nun die Auflösung:

1. Boss Zakk Wylde
2. Womanizer !
3. Demonizer.

Man sieht: so kann man sich täuschen."
"

Ja, Mist, Du kannst es mir glauben, oder nicht, ich wollte noch schreiben, daß der Womanizer auch der mittlere Teil sein kann.
Aber das schiebe ich einfach mal auf die unterschiedliche Aufnahme und die miserable Abhöre, die ich hier zur Zeit habe. Mehr dazu gleich noch.

"Interessant übrigens, das drei Antworten drei verschiedene Favoriten haben."

Nicht unbedingt, aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Womanizer und Demonizer sich auch bei richtiger Einstellung durchaus "überlappen" können. Bei meiner elektischen Version sind auch alle Parts mit dem Womanizer eingespielt und auf der anderen Seite hatte ich damals, in meinem Erfahrungsbericht mit dem Demonizer, extra mehrere Audiofiles aufgenommen und damit versucht etwas von der Bandbreite des Demonizers zu zeigen. Hier war das. Vorher hatte ich, ich glaube für Felix, mal ein bischen Geriffe in heavy und brutal hier gepostet, das klang wieder total anders. Die *nizer sind einfach sehr, sehr vielseitig und sie lassen auch Deine Persönlichkeit im Ton unberührt. Mittlerweile kenne ich noch ein paar Leute, die auch nen Womanizer haben und damit wieder anders klingen und alle klingen sie damit besser als mit den Geräten, mit denen sie vorher aufgenommen haben.

"Fazit meines Testes: ich hab den Demonizer aus der EBAY-Auktion wieder rausgenommen (aber nur, wenn mir denn mal jemand amtlich einstellt. GRINS)

Uli, ich merke mir nie die Einstellungen, ich drehe einfach blind an den Knöpfen, bis ich mit dem Sound zufrieden bin. Manchmal möchte ich was probieren, ich hatte mal ein paar Takes mit mehr Höhen, Mike verzeiht mir das bis heute nicht ;-), aber i.d.R. drehe ich wirklich blind und spiele einfach. Konrad verdreht sie eh nachher wieder. :-)

Viele Grüße

Jochen
PS: halt, ich habe doch mal die Einstellungen zu einem Take notiert, also, falls es wirklich interessant sein sollte:
Für meinen Take zu Martins Neujahrsbacking, der ist hier in diesem Posting, sahen die Einstellungen wie folgt aus:
Tokai Junior (mit nem P90 am Steg) in den Womanizer mit:
Level: 11 Uhr - Drive: 5 Uhr (fast voll auf) - Opto Comp: 5 Uhr - Pre EQ: Freq: 10 Uhr - Boost/Cut: 4 Uhr - Post EQ: Bass: 3 Uhr - Treble: 3 Uhr
Dann in Logic Express rein mit zwei Plugins: Platinum Verb (reverb) Standardeinstellung und 25% im Mix und das Tape Delay auch wieder mit der Standardeinstellung auf 85 bpm und Viertelnoten und 17% im Mix. Das war alles. Bevor es etwas herzlicher zugeht, war das einzige, was ich geändert habe, das Volumenpoti an der Gitarre runter auf 3 zu regeln und es dann halt bei 1:38 wieder bis auf 10 aufzudrehen.

So, nun brauchst Du meine Finger, meine Tokai Junior und Logic wenn Du so klingen möchtest, aber das willst Du bestimmt nicht. ;-)


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